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Sprüche über Dummheit

451 Sprüche — Seite 21

Nichts wirkt zugleich so unerquicklich und so dauerhaft gegenwärtig wie die Dummheit. Sie zeigt sich nicht nur im Mangel an Wissen, sondern vor allem in Selbstgewissheit, Lernunwillen und der Weigerung, die eigene Begrenzung überhaupt wahrzunehmen. Darum ist dieses Thema seit jeher ein Feld für Spott, Kritik und ernste Menschenkenntnis.

Besonders entlarvend wird sie dort, wo Lautstärke den Platz von Einsicht einnimmt. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten die komischen und gefährlichen Seiten menschlicher Unvernunft und machen deutlich, warum fehlende Klugheit selten harmlos bleibt.

  1. Narren sind alle, die es scheinen, und die Hälfte derer, die es nicht scheinen.

    Baltasar Gracián y Morales

  2. Die meisten Menschen, welche schlicht und ungelehrt sind, machen keinen Anspruch auf den Besitz abstrakter Begriffe.

    George Berkeley

  3. Nichts können ist noch lange keine neue Richtung.

    Arnold Böcklin

  4. Alle Köpfe haben Haare, aber nicht alle Gehirn.

  5. Männliche Dummheit bereitet mir größtes Vergnügen, Gott sei Dank ist das eine schier unerschöpfliche Quelle der Unterhaltung.

    Mary Wortley Montagu

  6. Lautes Schweigen deutet nicht zwangsläufig allein auf den Kenner hin, sondern manchmal auch auf den uninformierten Tölpel.

    Christa Schyboll

  7. Angst macht dumm, Angst verengt die Gehirnzellen. Angst blockiert und man bleibt immer ein Kind.

    Nikolaus B. Enkelmann

  8. Da streiten sich die Leut' herum oft um den Wert des Glücks. Der eine heißt den andern dumm, am End' weiß keiner nix.

    Ferdinand Raimund

  9. Zerstreutheit ist ein Zeichen von Klugheit und Güte. Dumme und boshafte Menschen sind immer geistesgegenwärtig.

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  10. Der Unkluge denkt über das nach, was er gesagt hat; der Kluge aber über das, was er sagen will.

    Jean Antoine Petit-Senn

  11. Wenn du versuchst, den Menschen die Folgen ihrer Verrücktheit zu verschweigen, kommt dabei letzten Endes eine Welt voller Narren heraus

    Herbert Spencer

  12. Der Zorn ist die Stärke der Dummen und Schwachen. Der große, gewaltige Mann ist milde.

    Hermann Stehr

  13. Die Toren der Vergangenheit sind die Weisen der Zukunft.

    Alexandre Vinet

  14. Es gibt dumme Gedanken, die man nicht eher los wird, als bis man sie ausgeführt hat

    Otto Weiss

  15. Kluge Gedanken gibt's, die im Herzen, und dumme, die dem Kopf entspringen.

    Otto Weiss

  16. Seit Adam waren stets die Dummen in der Mehrheit.

    Casimir Delavigne

  17. Unglück ist der Dummheit Nachbar

  18. Ein jeder sieht, wie glücklich der ist, der dumm geboren und alles glaubt. Ehrgeiz stachelt ihn nicht, und Furcht lässt ihn ruhig, beide gewöhnlich der Same für Kummer und Schmerz.

    Nicolaus Machiavelli

  19. Kein weiser Mann ward je genannt, bei dem man nicht ein Torheit fand.

    Georg Rollenhagen

  20. In der Politik gibt es nichts Dümmeres als alten Groll.

    Camillo Benso Graf von Cavour