Sprüche über Elend
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Elend bezeichnet jene Lage, in der Not, Demütigung und Aussichtslosigkeit sich zu einer bedrückenden Gesamterfahrung verdichten. Es betrifft nicht nur äußeren Mangel, sondern ebenso die Erschöpfung der Seele, wenn selbst Hoffnung schwerfällt. Deshalb ist dieses Thema von schmerzhafter sozialer und menschlicher Schwere.
Seine Tiefe liegt darin, dass Elend selten nur den Einzelnen betrifft, sondern auch den Zustand einer Gemeinschaft sichtbar macht. Wo Mitgefühl, Gerechtigkeit und Hilfe fehlen, wächst es nicht nur aus Umständen, sondern auch aus Gleichgültigkeit.
Es gibt Fälle, wo das Mitleiden stärker ist als das Leiden.
— Friedrich Nietzsche
Um zufrieden zu sein, das heisst über der Not zu stehen, kommt es nicht darauf an, was man hat, sondern darauf, was man ist.
— Jeremias Gotthelf
Die im Leben glücklich gestellten sollten wissen oder bedenken, dass die Not die Fühlfäden des inneren Menschen nicht abstumpft, sondern verfeinert.
— Christian Friedrich Hebbel
Die Unglücksfälle in der Welt sind zahlreicher als die Pfanzen der Erde.
Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen
— Albert Schweitzer
Wir können weder alle zählen, denen Unheil widerfahren ist, noch auch nur einen von ihnen würdig beklagen.
— Giacomo Leopardi
Eine Not kann dir mehr nützen als tausend Freuden.
— Johannes Bonaventura
Unmenschen gibt es, aber keine Untiere
— Karl Julius Weber
Immer sind Bücher meine Erquickung, wenn ich traurig bin. Elend bin ich, wenn ich sie verachte.
— Jean Paul
Die Änderung der eigenen Misere von anderen zu verlangen, ist einfach und unwirksam.
— Else Pannek
Es wäre besser, an der Verhütung des Elends zu arbeiten, als die Zufluchtsplätze für die Elenden zu vermehren.
— Denis Diderot
Wenn der Wunsch nach Glück ausreichte, um es herbeizuführen, gäbe es keine Leiden, denn niemand sucht das Leid
— Dalai Lama
Die Welt ist vollkommen überall, wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual.
— Friedrich von Schiller
Bisweilen kommt, nachdem das Schlimmste überstanden ist noch Schlimmeres.
— Otto Weiss
Denn im Unglück pflegen die Menschen früher zu altem.
— Hesiod
Not lehrt beten - und seinen Verstand gebrauchen.
— Sebastian Kneipp
Wer in dem Elend dieses Lebens keine Philosophie besitzt, gleicht einem Mann, der bloßen Kopfes in einem Platzregen spazierengeht.
— Claude Tillier
Die Malerei sollte stets nur Erhebendes und Schönes oder doch unbefangene Heiterkeit darstellen wollen und nie Elend.
— Arnold Böcklin
Es ist nichts angenehmer als aus einem Übel, das uns begegnet, seinen Vorteil zu ziehen.
— Ludwig Börne
Trost wohnt im Himmel, und wir sind auf Erde wo nichts als Kreuz, als Sorg' und Kummer lebt
— William Shakespeare