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Sprüche über Erinnerung

465 Sprüche — Seite 5

Was vergangen ist, verschwindet nicht einfach, sondern lebt in der Erinnerung in neuer Form weiter. Sie bewahrt Stimmen, Gesichter, Schmerzen und Glücksmomente und verbindet damit Gegenwart und Vergangenheit auf eine Weise, die kein Besitz ersetzen kann. Deshalb gehört dieses Thema zu den innigsten Bereichen menschlichen Erlebens.

In stillen Augenblicken zeigt sich, wie sehr Erinnerung trösten, schmerzen und Identität stiften kann. Die Sprüche zu diesem Thema fassen jene innere Spurensammlung in Worte, durch die Menschen und Zeiten nicht ganz verloren gehen.

  1. Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich.

    Honoré de Balzac

  2. Die Erinnerung ist der sicherste Grund der Liebe.

    Novalis

  3. Die Vergangenheit und die Gegenwart sind unsere Mittel. Die Zukunft allein ist unser Zweck.

    Blaise Pascal

  4. Vergessen ist Gefahr und Gnade zugleich.

    Theodor Heuss

  5. Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können

    Jean Paul

  6. Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten.

    Theodor Heuss

  7. Das alte Jahr schließt seine Pforten, man dreht sich um und schaut zurück, ob gut es oder schlecht geworden, man sieht es nun auf einen Blick

  8. So vor fünfundzwanzig Jahren standet ihr am Traualtar. Und der Zukunft Tage waren euch und andren noch nicht klar. Aber heut im Freundeskreise schaut ihr zurück auf eure Reise, für das Ziel, d …

    Franz Grillparzer

  9. Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie in uns auslösen

  10. Gedächtnis ist ein Tagebuch, das wir immer mit uns herumtragen.

    Oscar Wilde

  11. Tradition heißt nicht, Asche aufzubewahren, sondern die Flamme am Brennen zu halten.

    Jean Jaurès

  12. Manche Menschen leben bloß für eine gute Grabinschrift.

    Henry de Montherlant

  13. Wer sich an seine eigene Kindheit nicht deutlich erinnert, ist ein schlechter Erzieher.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  14. Greise geben gern gute Ratschläge, denn dies tröstet sie über die Tatsache hinweg, dass sie kein schlechtes Beispiel mehr geben können.

    François de la Rochefoucauld

  15. Ein kleines blaues Blümchen spricht: Vergiß mich, liebe Freundin nicht. Sind wir beide auch noch klein, die Freundschaft soll doch ewig sein.

  16. Ein gutes Gedächtnis ist nicht so viel wert wie blasse Tinte

  17. Die Summe unserer Erkenntnisse besteht aus dem was wir gelernt, und aus dem, was wir vergessen haben

    Marie von Ebner-Eschenbach

  18. Die Einsamkeit ist schön, aber der Mensch braucht einen, der ihm immer wieder sagt, dass die Einsamkeit schön ist.

    Honoré de Balzac

  19. Gehe Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterläßt!

  20. Wem man gibt, der schreibt es in den Sand. Wem man nimmt, der meißelt es in den Fels.