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Sprüche über Erinnerung

465 Sprüche — Seite 4

Was vergangen ist, verschwindet nicht einfach, sondern lebt in der Erinnerung in neuer Form weiter. Sie bewahrt Stimmen, Gesichter, Schmerzen und Glücksmomente und verbindet damit Gegenwart und Vergangenheit auf eine Weise, die kein Besitz ersetzen kann. Deshalb gehört dieses Thema zu den innigsten Bereichen menschlichen Erlebens.

In stillen Augenblicken zeigt sich, wie sehr Erinnerung trösten, schmerzen und Identität stiften kann. Die Sprüche zu diesem Thema fassen jene innere Spurensammlung in Worte, durch die Menschen und Zeiten nicht ganz verloren gehen.

  1. Wünsche dir entflohene Stunden, helle Freuden nicht zurück; denn das Glück ist nie entschwunden; was verschwindet, ist kein Glück.

    L. Schnabel

  2. Die meisten Menschen können zwar vergeben und vergessen, legen aber Wert darauf, dass die Vergebung nicht vergessen wird.

  3. Der Schmetterling vergisst oft, dass er einmal eine Raupe war.

  4. Was Du erlebt, kann Dir kein Gott mehr rauben.

    Rupert Johann Hammerling

  5. Ach, was soll ich dir hier schreiben, ein langes, schmalziges Gedicht? Ich möchte in Erinnerung bleiben und schreibe dir: "Vergiss mich nicht!"

  6. Sei nicht prahlerisch; es könnte jemand dabei sein, der dich als Kind gekannt hat.

  7. Die Natur scheint es weise eingerichtet zu haben, dass die Torheiten der Menschen schnell vorübergehen; doch die Bücher verewigen diese.

    Michel de Montaigne

  8. Das Leben ist eine Kette von Vergessenheiten.

    Honoré de Balzac

  9. Wer vor seiner Vergangenheit flieht, verliert immer das Rennen.

    José Ortega y Gasset

  10. Wo haben wir miteinander die Säue gehütet?

  11. Kindheit ist Wegzehrung für's ganze Leben.

    Else Pannek

  12. Man trägt oft am schwersten an dem, was man weggeworfen hat.

    Peter Sirius

  13. Schreibe kurz – und sie werden es lesen. Schreibe klar – und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft – und sie werden es im Gedächtnis behalten.

    Joseph Pulitzer

  14. Der Schulfreund wird nicht vergessen, denn er hat etwas von einem Bruder an sich.

    Jean Paul

  15. Geburtstage sind die Tage, an denen man das was war, betrachtet, das was ist, bewertet und das was sein wird, voller guter Hoffnung erwartet.

    Samuel Butler

  16. Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.

    Honoré de Balzac

  17. Vergiss Kränkungen - aber vergiss Freundlichkeiten nie

  18. Unsere Toten sind nicht abwesend sondern nur unsichtbar. Sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer.

    Augustinus

  19. Lernen besteht in einem Erinnern von Informationen, die bereits seit Generationen in der Seele des Menschen wohnen.

    Sokrates

  20. Die wir lieben, sind nur geborgt. Wann sie gehen, entscheiden wir nicht. Wir entscheiden, ob wir die Erinnerung als Geschenk annehmen wollen.