785 Sprüche — Seite 16
Manche Augenblicke tragen mehr Licht in sich als ganze lange Phasen der Gewöhnung, und genau darin zeigt sich die Freude. Sie macht das Leben nicht oberflächlich, sondern verleiht ihm Leichtigkeit, ohne seine Tiefe zu leugnen. Als gemeinschaftliches Gefühl, innerer Aufschwung und stilles Geschenk bleibt sie unverzichtbar.
Besonders kostbar wird sie, wenn sie nicht festgehalten, sondern geteilt wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Freude mit Dankbarkeit, Offenheit und Gegenwart verbunden ist und warum sie oft gerade dann am wahrsten erscheint, wenn sie unverstellt und ohne Anspruch erlebt wird.
Wer kein Unglück gehabt hat, der weiß von keinem Glück zu sagen.
Dem Glück ist niemand stark genug
Liebe ist die Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen
— Theodor W. Adorno
Wo Glück aufgeht, da geht Demut unter
Glück und Weiber haben die Narren lieb.
Glück ist der Dummen Vormund
Lieben heißt, jemandem Gutes tun wollen.
— Thomas von Aquin
Glück und Gras, wie bald wächst das!
Ein liebendes Weib ist unverwüstlich.
— John Steinbeck
Mit vielen teile deine Freuden, mit einigen nur Lust und Scherz, mit wenig Edlen deine Leiden, mit Auserwählten nur dein Herz.
Es geht hier wie mit dem heiligen Christ und den Oster-Eiern, so bald man erfährt, wo sie herkommen, kriegt man keine mehr.
— Georg Christoph Lichtenberg
Die Liebe sammelt die zerstreuenden Strahlen des Horizontes in einen Brennpunkt.
— Johann Nepomuk Nestroy
Lachen ist gesund, Freude ist Balsam. Aber Seelenruhe ist des Lachens Quelle und der Freude Balsambüchse.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Das Glück kommt von ungefähr wohl über neunzig Meilen her
Die Liebe trägt die Seele, wie die Füße den Leib tragen.
— Katharina von Siena
Wer's Glück hat, dem fliegen die Enten gebraten ins Maul.
Das Glück lässt sich eher erschleichen denn erlaufen.
Die Liebe, die wir geben, ist die einzige, die wir behalten.
— Elbert Green Hubbard
Ohne Liebe kann die Seele nicht leben. Sie muss etwas lieben, sie ist aus Liebe geschaffen.
— Katharina von Siena
Fröhlich in Ehren mag niemand wehren