785 Sprüche — Seite 59
Manche Augenblicke tragen mehr Licht in sich als ganze lange Phasen der Gewöhnung, und genau darin zeigt sich die Freude. Sie macht das Leben nicht oberflächlich, sondern verleiht ihm Leichtigkeit, ohne seine Tiefe zu leugnen. Als gemeinschaftliches Gefühl, innerer Aufschwung und stilles Geschenk bleibt sie unverzichtbar.
Besonders kostbar wird sie, wenn sie nicht festgehalten, sondern geteilt wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Freude mit Dankbarkeit, Offenheit und Gegenwart verbunden ist und warum sie oft gerade dann am wahrsten erscheint, wenn sie unverstellt und ohne Anspruch erlebt wird.
Das Glück ist ein Heuschober: rupfe davon, so hast du
Schnell Glück, schnell Unfall.
Das Glück hat Flügel
Das Glück hilft denen nicht, die sich nicht selbst helfen
Glück ist blind und macht blind.
Das Glück schenkt nichts, leiht nur.
Wenn's Glück regnet, hab ich meine Schlüssel zu Haus.
Wenn das Glück den Menschen sucht, so hilft er sich wohl.
Ich wart des Glücks, Hilf Gott und schick's.
Glück bringt Neider.
Behüt' uns Gott vor großem Glück, gnädigem Herrn und gesunder Speis.
Am Ende weiß man, wieviel es geschlagen hat
Wer für die Freiheit streitet, hat zwanzig Hände und noch so viel Herz
Besser frei in der Fremde als Knecht daheim
Freud und Leid sind nahe Nachbarn
Jede Freud hat ein Leid auf dem Rücken
Fried und Einigkeit haben alle Städt erbaut
Mancher ist fröhlich und sein Herz erfährt's nicht
Zwei Täubchen am Bach, die lieb ich so sehr. Doch dich, liebe ....... lieb ich noch viel mehr.
Einen Ehemann musst du haben, und wär er lahm von Gicht, und wär er schwärzer als die Raben, als alte Jungfer sterbe nicht!