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Sprüche über Gelassenheit

226 Sprüche — Seite 11

Was den Menschen inmitten von Unruhe und Druck innerlich aufrecht hält, wird oft als Gelassenheit erfahren. Sie bedeutet nicht Teilnahmslosigkeit, sondern die Fähigkeit, das Nötige zu tun, ohne von jeder Erschütterung fortgerissen zu werden. Darum besitzt dieses Thema eine stille und reife Stärke.

Ihr Wert zeigt sich dort, wo Hast Fehler nährt und Aufgeregtheit den Blick verengt. Gelassenheit schafft Raum für Klarheit, Maß und Humor und lässt selbst Schwieriges weniger bedrohlich erscheinen.

  1. Der Weise betrachtet Leben und Tod wie Morgen und Abend.

  2. Wer seinen Mund in Gewalt, der wird in Ehren werden alt!

    Bernhard Freidank

  3. Beschimpfungen sind sehr erniedrigend für den, der sie ausstößt, währenddem sie denjenigen, an den sie gerichtet sind, nicht demütigen können

    Alphonse Karr

  4. Wem's Haus brennt, dem ist Eilen gut, sonst nicht

    Christoph Lehmann

  5. Je weniger Dinge man auf Erden wichtig nimmt, desto näher kommt man den wirklich wichtigen Dingen

    Frederico Garcia Lorca

  6. Der Mensch, der in jeder Lage die volle Ruhe bewahrt, ist eine ungeheure Erquickung für die andern.

    Paul Olaf Bodding

  7. Von allen Tieren erlangt nur die Katze das rechte Sichversenken. Sie betrachtet das Rad des Lebens von außen, wie Buddha.

    Andrew Lang

  8. Wenn wir die Menschen nicht zurechtschelten können, können wir sie oft zurechtlieben

    James Hudson Taylor

  9. Bei lebhaften Menschen und Völkern sind Ruhe und Schweigen das sicherste Zeichen der Reife.

    Fanny Lewald

  10. Die Langsamkeit bietet die Chance, das, was wir tun, auch zu erleben

    Henriette Wilhelmine Hanke

  11. Loslassen: Etwas niederlegen können, ohne es als Niederlage betrachten zu müssen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  12. Nur die Ruhe in uns selbst lässt uns sorglos zu neuen Ufern treiben.

    Adalbert Stifter

  13. Lasse dich leben wie du bist, ohne Kunststücke mit dir zu probieren, ohne dich zwingen zu wollen, Dinge zu lieben, die du nicht lieben kannst.

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  14. Ich finde, es bedarf gar keines Himmels und keiner Hölle. Das ordnet sich hier schon höchst einfach auf unserer Erde.

    Paula Modersohn-Becker

  15. Nichts zeugt von größerer Bildung, als grobes Schelten ruhig zu ertragen. Wenn der Gescholtene gar nicht so tut, als ob er gescholten wird, dann ist der Scheltende der Gescholtene

    Philemon

  16. Die ganze Welt liebt einen guten Verlierer

    Kin Hubbard

  17. Sei als Freund behutsam und gerecht, wer mit Misstrauen forscht, macht alles schlecht.

    Heinrich Martin

  18. Des regen Geistes unermüdlich Streben ist: über Irdisches sich zu erheben.

    Heinrich Martin

  19. Schmücke nie Dein Werk mit allzu viel Erwartung, denn nichts Herb'res gibt's, als nüchterne Enttäuschung.

    Heinrich Martin

  20. Beherrsche Deine Gefühle; es ist zwar ein schwerer Kampf, aber Du wirst auch viel freier Dein Leben genießen, weil Du alsdann nicht fortwährend vom Schicksal abhängig bist.

    Heinrich Martin