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Sprüche über Gelassenheit

226 Sprüche — Seite 9

Was den Menschen inmitten von Unruhe und Druck innerlich aufrecht hält, wird oft als Gelassenheit erfahren. Sie bedeutet nicht Teilnahmslosigkeit, sondern die Fähigkeit, das Nötige zu tun, ohne von jeder Erschütterung fortgerissen zu werden. Darum besitzt dieses Thema eine stille und reife Stärke.

Ihr Wert zeigt sich dort, wo Hast Fehler nährt und Aufgeregtheit den Blick verengt. Gelassenheit schafft Raum für Klarheit, Maß und Humor und lässt selbst Schwieriges weniger bedrohlich erscheinen.

  1. Die höchste Krone des Helden ist die Besonnenheit mitten in Stürmen der Gegenwart

    Jean Paul

  2. Gleich wichtig ist es, sich bei der Freude wie beim Schmerz zu mäßigen.

    Seneca

  3. Nichts trägt mehr zum Erfolg bei als die Tatsache, dass man sich nicht allzusehr nach ihm sehnt.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  4. Die Kennworte des Wieners: Wie komm denn i dazu? Es zahlt sich ja net aus! Tun S' Ihnen nix an!

    Arthur Schnitzler

  5. In der kalten Ruhe liegt die größte Überlegenheit, liegt das beherrschende Element; sie ist aber nur wenigen Menschen eigen.

    Jeremias Gotthelf

  6. Unbeteiligtsein führt dazu, der Dinge wahres Wesen zu erfassen; Ruhigsein - dem Fluss des Bewegten die rechte Richtung zu geben.

  7. Ruhig sein - dem Strom der Zeit die rechte Richtung geben.

  8. Wie manches anders kommt, als man's gedacht. Allein, was tut's? Wir wollen darum nicht minder fröhlich sein!

    Franz Grillparzer

  9. Das Warten lässt mich nicht verdrießen.

    Gottlieb Konrad Pfeffel

  10. Durch Forschen nur gewinnt man Gelassenheit in allem Tun.

    Sophokles

  11. Sei darauf bedacht, auch in harten Tagen deinen Gleichmut zu bewahren.

    Horaz

  12. Besonnenheit ist die seidene Schnur, die durch die Perlenkette aller Tugenden läuft.

    Thomas Fuller

  13. Wir sollten aus keinem Gedanken mehr machen, als er aus uns macht.

    Moritz Heimann

  14. Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist der des Tieres und der Pflanze: Das Tier entspricht mehr dem Charakter des Mannes, die Pflanze mehr dem der Frau, denn sie ist mehr ruhiges Entfalten.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  15. Der Tor hat Angst vorm Schicksal, der Weise trägt es.

    Publius Syrus

  16. Die Leiden sind wie Gewitterwolken, in der Ferne sehen sie schwarz aus, über uns kaum grau.

    Jean Paul

  17. Die Falten um die Stirne dein lass sie nur heiter ranken, das sind die Narben, die darein geschlagen die Gedanken.

    Joseph Victor von Scheffel

  18. Bei den Weisen erregen die Wichtigkeiten des menschlichen Lebens nur ein Lachen.

    Menander

  19. Ein Psychiater ist ein Mann, der sich keine Sorgen zu machen braucht, solange andere Menschen sich welche machen

    Karl Kraus

  20. Und nur Abwechslung gibt dem Leben Reiz und lässt uns seine Unerträglichkeit vergessen.

    Christian Dietrich Grabbe