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Sprüche über Gelassenheit

226 Sprüche — Seite 5

Was den Menschen inmitten von Unruhe und Druck innerlich aufrecht hält, wird oft als Gelassenheit erfahren. Sie bedeutet nicht Teilnahmslosigkeit, sondern die Fähigkeit, das Nötige zu tun, ohne von jeder Erschütterung fortgerissen zu werden. Darum besitzt dieses Thema eine stille und reife Stärke.

Ihr Wert zeigt sich dort, wo Hast Fehler nährt und Aufgeregtheit den Blick verengt. Gelassenheit schafft Raum für Klarheit, Maß und Humor und lässt selbst Schwieriges weniger bedrohlich erscheinen.

  1. Zwei Dinge sollte ein Mensch nie beklagen: das, was er ändern kann, und das, was er nicht ändern kann.

    Thomas Fuller

  2. Das Leben ist zu kurz, um Animositäten zu pflegen und sich auf das Schlechte zu konzentrieren

    Charlotte Bronté

  3. Auch wenn man Leute mit gutem Grund beschimpft, muss man maßhalten.

    Maxim Gorki

  4. Überlege einmal, bevor du gibst. Überlege zweimal, bevor du nimmst und überlege tausendmal bevor Du forderst.

  5. Wer zu schweigen weiß, weiß gegebenenfalls auch zu reden.

    Niccolò Tommaseo

  6. Nichts tun vermehrt den Frieden der Welt.

    Friedrich Georg Jünger

  7. Schöne Blumen wachsen langsam, nur das Unkraut hat es eilig

    William Shakespeare

  8. Wer in sich selbst beruhigt ist, der beunruhigt auch den anderen nicht.

    Epikur

  9. Wer es dahin gebracht hat, dem eigenen Leben zuschauen zu können, ist den Leiden entronnen.

    Oscar Wilde

  10. Ein Blick der Liebe und ein Wort der Ermunterung erreichen mehr als viele Vorwürfe.

    Don Bosco

  11. Jedes Wort, das wir nicht zuerst in Gedanken kleiden, wird zu einem Stein auf unserem Weg.

    Rudolf Steiner

  12. Maßlose Eile schaden tut, maßvolle Weile, die ist gut.

    Bernhard Freidank

  13. Erst der Wissende darf es sich leisten, auf alle Vorurteile hinabzusehen.

    Graf Hermann Keyserling

  14. Der körperliche Zustand hängt sehr viel von der Seele ab. Man suche sich vor allem zu erheitern und von allen Seiten zu beruhigen.

    Wilhelm von Humboldt

  15. Bedächtige Reden führen stets zum klügsten Ziel.

    Euripides

  16. Der Mensch wandelt immer zwischen Abgründen, und ob er will oder nicht, besteht seine ihm eigenste Aufgabe darin, sein Gleichgewicht zu bewahren.

    José Ortega y Gasset

  17. Mit vernünftiger Überlegung kommt man seinen Feinden gegenüber weiter als mit unverständigen Gewaltstreichen.

    Thukydides

  18. Weil ich als Kind die Wälder schweigen und wachsen sah, konnte ich immer ein stilles Lächeln für das aufgeregte Treiben haben, mit dem die Menschen ihre vergänglichen Häuser bauen.

    Ernst Wiechert

  19. Was man nicht beachtet, das verliert seine Kraft; worüber man zürnt, das scheint man dadurch als wahr anzuerkennen.

    Tacitus

  20. Stein auf Stein mit Vorbedacht, gibt zuletzt auch ein Gebäude.

    Johann Wolfgang von Goethe