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Sprüche über Gelassenheit

226 Sprüche — Seite 7

Was den Menschen inmitten von Unruhe und Druck innerlich aufrecht hält, wird oft als Gelassenheit erfahren. Sie bedeutet nicht Teilnahmslosigkeit, sondern die Fähigkeit, das Nötige zu tun, ohne von jeder Erschütterung fortgerissen zu werden. Darum besitzt dieses Thema eine stille und reife Stärke.

Ihr Wert zeigt sich dort, wo Hast Fehler nährt und Aufgeregtheit den Blick verengt. Gelassenheit schafft Raum für Klarheit, Maß und Humor und lässt selbst Schwieriges weniger bedrohlich erscheinen.

  1. Der aufsteigende Gedankenflug der Jugend verwandelt sich im Alter in ein ruhiges Kreisen in den gewonnenen Höhen.

    August Pauly

  2. Lass nicht deinen Willen brüllen, wenn deine Macht flüstern kann.

    Thomas Fuller

  3. Die Frauen würden sich ärgern, wenn ein Mann, den sie lieben, nicht eifersüchtig wäre.

    Ninon de Lenclos

  4. Steht dir ein Schmerz bevor, oder hat dich bereits ergriffen, so bedenke, dass du ihn nicht vernichten kannst, indem du dich von ihm abwendest! Sieh' ihm fest ins Auge!

    Ernst von Feuchtersleben

  5. Es ist besser, gelassen auf Stroh zu liegen, als auf goldenem Stuhl an üppiger Tafel seine Ruhe zu verlieren.

    Epikur

  6. Willst du das Leben leicht haben, so bleibe immer bei der Herde.

    Friedrich Nietzsche

  7. Es gibt nur einen Weg zum Glück und der bedeutet, aufzuhören mit der Sorge um Dinge, die jenseits der Grenzen unseres Einflussvermögens liegen.

    Epiktet

  8. Bleib ruhig: In hundert Jahren ist alles vorbei.

    Ralph Waldo Emerson

  9. Langsam, Schritt für Schritt, die Treppe weiter hinauf. Wahrlich, die Welt bietet nicht solch ein Übermaß von Genüssen, dass man sie in Sprüngen überfliegen dürfte.

    Wilhelm Raabe

  10. Alles muss zum Wachsen Zeit haben. Was zu schnell geht, muss zwei- oder dreimal wiederholt werden, und dauert schließlich am längsten.

    Carl Hilty

  11. Ein gelassener Mensch kann sogar Steine weich kochen und den Sud genießen.

  12. Die Bescheidenheit glücklicher Menschen kommt von der Gelassenheit, welche das Glück ihren Gemütern verleiht.

    François de la Rochefoucauld

  13. Nimm einen jeden wie er ist, es hat jeder seine Mängel, und selbst der Beste, denn wir sind nun einmal Menschen und nicht Engel!

    Cäsar Flaischlen

  14. In erster Linie habe ich stets die Regel befolgt, mir deprimierende Gedanken fernzuhalten.

    Wladimir Iljitsch Lenin

  15. Das ist gerade das Nette an jeglichem Gerücht, dass man es ruhig sich selber überlassen kann; es wuchert im Guten wie im Bösen weiter.

    Wilhelm Raabe

  16. Das Grämen vor der Zeit halte ich für ein sehr unnützes Geschäft

    Katharina Elisabeth Goethe

  17. Hass und Zank hegen oder erwidern ist Schwäche - sie übersehen und mit Liebe zurückzahlen ist Stärke

    Adalbert Stifter

  18. Folge der Arbeit und lass dich nicht von ihr verfolgen.

  19. Mäßige Dich im Zorn, denn Du zeigst dadurch deinen Wert, weil Du Dich jederzeit demjenigen gleichstellst, gegen den Dein Zorn zum Ausbruch kommt.

    Heinrich Martin

  20. Fremder Gleichmut ist eines der besten Mittel gegen die Fieber des Lebens.

    Paul Keller