229 Sprüche — Seite 2
Was den Menschen inmitten von Unruhe und Druck innerlich aufrecht hält, wird oft als Gelassenheit erfahren. Sie bedeutet nicht Teilnahmslosigkeit, sondern die Fähigkeit, das Nötige zu tun, ohne von jeder Erschütterung fortgerissen zu werden. Darum besitzt dieses Thema eine stille und reife Stärke.
Ihr Wert zeigt sich dort, wo Hast Fehler nährt und Aufgeregtheit den Blick verengt. Gelassenheit schafft Raum für Klarheit, Maß und Humor und lässt selbst Schwieriges weniger bedrohlich erscheinen.
Wer die Wahrheit nicht fürchtet, braucht auch die Lüge nicht zu fürchten.
— Thomas Jefferson
Man muss vieles, das unser Ohr trifft, nicht hören, als wäre man taub, und dafür Sinn und Verstand auf das richten, was dem Herzen Frieden bringt.
— Thomas à Kempis
Die Unabhängigkeit und Freiheit der Menschen beruht weniger auf der Kraft der Arme als auf der Mäßigung der Herzen
— Jean-Jacques Rousseau
Kommt dir ein Schmerz, so halte still und frage, was er von dir will.
— Franz Emanuel August Geibel
Wo ein Herz die kühlen Strahlen der Sterne in sich aufgesogen hat, weichen alle irdischen Gespenster, denn im Licht ist Frieden; im Anblick der Unendlichkeit offenbart sich uns die Ahnung der Ewigkeit …
— Wilhelmine von Hillern
Lieber die Kraft dafür einsetzen, dass man den Schaden behebt, als sie mit Ärger zu verschwenden.
— Prentice Mulford
Gleichmütigkeit ist das Selbstgefühl einer gesunden Seele.
— Immanuel Kant
Gelassenheit ruht auf Selbstvertrauen — und das wächst aus Anerkennung und Erfolgen.
— Else Pannek
Wer es dahin gebracht hat, dem eigenen Leben zuschauen zu können, ist den Leiden entronnen.
— Oscar Wilde
Bedächtige Reden führen stets zum klügsten Ziel.
— Euripides
Der körperliche Zustand hängt sehr viel von der Seele ab. Man suche sich vor allem zu erheitern und von allen Seiten zu beruhigen.
— Wilhelm von Humboldt
Was man nicht beachtet, das verliert seine Kraft; worüber man zürnt, das scheint man dadurch als wahr anzuerkennen.
— Tacitus
Ruhig und vernünftig zu betrachten, ist zu keiner Zeit schädlich.
— Johann Wolfgang von Goethe
Nützen wir den kurzen Tag, der uns gehört. Der nächste bringe dann, was er bringen mag.
— Horaz
Selbst wenn du am Boden liegst, gibt es Grund zu Optimismus: Im Liegen kannst du nicht mehr stolpern
— Karl-Heinz Karius
Die sicherste Türe ist die, die man offen lassen kann.
Schwester Ruhe schöpft mehr klares Wasser aus dem Quell mit einem Löffel, als Bruder Sturm mit einem Kruge.
— Emil Gött
Man erschrickt nur vor Drohungen; mit vollendeten Tatsachen findet sich der Mensch schnell ab.
— Oswald Spengler
Man soll die Männer nehmen, wie sie sind, und die Frauen, wie sie sein möchten.
— Frank Wedekind
Stil ist richtiges Weglassen von Unwichtigem.
— Anselm Feuerbach