Sprüche über Glück
1314 Sprüche — Seite 54
Kaum ein Wort klingt heller und entzieht sich zugleich so beharrlich jeder festen Definition wie das Glück. Für manche liegt es in einem flüchtigen Augenblick, für andere in tiefer Zufriedenheit oder im stillen Gefühl, am richtigen Ort zu sein. Eben diese Vieldeutigkeit macht seinen Zauber und seine Schwierigkeit aus.
Wer genauer hinsieht, entdeckt darin kein bloßes Geschenk des Zufalls, sondern auch eine Frage der Wahrnehmung und inneren Haltung. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen die vielen Gesichter des Glücks und machen sichtbar, warum es oft dort aufscheint, wo Erwartung, Dankbarkeit und Gegenwart ineinanderfinden.
Jedes Baby, das das Licht der Welt erblickt, ist schöner als das vorhergehende.
— Charles John Huffam Dickens
Ich glaube an den Fortschritt. Ich glaube, die Menschheit ist zur Glückseligkeit bestimmt.
— Christian Johann Heinrich Heine
Heiterkeit, körperliche Bewegung und Mäßigkeit sind die besten Ärzte
— Friedrich Melchior Baron von Grimm
Wen das Glück zärtelt, dem will es den Strick um den Hals werfen.
Wen das Glück verderben will, den zärtelt es wie eine Mutter.
Wenn das Glück groß ist, muss man das Unglück fürchten.
Durch Glückes Rühmen kam Unglück ins Haus.
Glück und Unglück sind zwei Nachbarn.
Des einen Glück, des andern Ungeschick.
Glück und Unglück wandern auf einem Steig.
Glück und Unglück sind zwei Eimer im Galgenbrunnen.
Wer Glück hat und eine Nußschale voll Witz, der kann die halbe Welt regieren.
Glück bedarf keines Rates
Man muss dem Glück ein Pförtchen öffnen.
Das Glück ist ein Heuschober: rupfe davon, so hast du
Ist dir ein Glück beschert, so gaukelt es querfeldein.
Schnell Glück, schnell Unfall.
Das Glück hat Flügel
Das Glück hilft denen nicht, die sich nicht selbst helfen
Das Glück und der Sieg geht um wie die Wacht.