Sprüche über Recht
241 Sprüche — Seite 12
Wo Ansprüche geprüft und Grenzen gesetzt werden, betritt der Mensch den Bereich des Rechts. Es soll ordnen, schützen und Willkür begrenzen, bleibt aber immer darauf angewiesen, dass Gerechtigkeit und Gewissen nicht aus dem Blick geraten. Deshalb ist dieses Thema von großer gesellschaftlicher und moralischer Bedeutung.
Seine Stärke liegt in Verbindlichkeit, seine Grenze in der bloßen Form ohne innere Billigkeit. Recht schafft Rahmen und Sicherheit, doch es fordert zugleich die ständige Frage, ob das Zulässige auch dem Gerechten wirklich entspricht.
Begehren von Amt und Vorrecht ist Ehrgeiz.
— Thomas Hobbes
Auch Rechtsanwälte, glaube ich, waren einst Kinder.
— Charles Lamb
Das Jahrhundert der Flugzeuge hat ein Recht zu seiner eigenen Musik.
— Claude Debussy
Friede ist die Achtung vor dem Recht des anderen
— John Reed
Wer im Leben keine Richter hat, dem zahlt der Tod seine Missetat.
— Georg Rollenhagen
In so manchen Staaten sind alle Bürger vor dem Gesetz gleich; vor dem Gesetz, nicht vor dem Gericht.
— Otto Weiss
Oft ist bei Konflikten der eine Teil formell im Recht, der andere bloß tatsächlich.
— Otto Weiss
Geld, Gewalt und Herrengunst zerbricht Ehre, Recht und alle Kunst.
— Georg Rollenhagen
Es ist bedauerlich, dass man unter den Menschenrechten das Recht vergessen hat, sich selbst zu widersprechen.
— Charles Baudelaire
Gar oft ist ohne Recht zerronnen, was ohne Recht man hat gewonnen.
— Bernhard Freidank
Derjenige Mensch ist vollkommen, welcher seine Rechte und des Staates Rechte kennt und ausübt.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Das Gefühl des Rechts macht groß, edel, frei, nachsichtig – Rechte haben macht egoistisch, misstrauisch und unduldsam. Dies zeigt sich in allen staatlichen und privaten Verhältnissen, in der Familie, …
— Fanny Lewald
Der Reichtum ist entsittlichend, sobald er seine Besitzer gewöhnt, jede Art von Überfluss und Luxus, selbst den unvernünftigsten, als eine ihnen unentbehrliche Notwendigkeit, ja als ein ihnen zustehen …
— Fanny Lewald
Jedes menschliche Wesen hat Anspruch auf eine Erziehung, die es fähig macht, auf sich selbst zu ruhen.
— Malwida von Meysenbug
Freiheit der individuellen Überzeugungen und ein Leben diesen gemäss - ist das erste der Rechte und die erste der Pflichten eines Menschen.
— Malwida von Meysenbug
Was ist es doch Schönes und Heiliges um das Recht und wie schmutzig und verworren sind die Wege zu ihm!
— August Pauly
Unwissenheit erleichtert das Urteilen.
— August Pauly
Für einen Arzt und einen Richter ist es schwer, kein Verächter der Menschen zu werden.
— Theresa Keiter
Freie Selbstbestimmung ist das königliche Vorrecht des Geistes.
— Friedrich Paulsen
Ein unverbrüchliches Gesetz ist die Vernunft; wer sich ihr entzieht, verletzt die Humanität, mithin die heiligsten Menschenrechte.
— Heinrich Martin