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Sprüche über Recht

241 Sprüche — Seite 6

Wo Ansprüche geprüft und Grenzen gesetzt werden, betritt der Mensch den Bereich des Rechts. Es soll ordnen, schützen und Willkür begrenzen, bleibt aber immer darauf angewiesen, dass Gerechtigkeit und Gewissen nicht aus dem Blick geraten. Deshalb ist dieses Thema von großer gesellschaftlicher und moralischer Bedeutung.

Seine Stärke liegt in Verbindlichkeit, seine Grenze in der bloßen Form ohne innere Billigkeit. Recht schafft Rahmen und Sicherheit, doch es fordert zugleich die ständige Frage, ob das Zulässige auch dem Gerechten wirklich entspricht.

  1. Das Vergnügen, recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.

    Voltaire

  2. Die recht Frommen haben sogar ihren Gott, um den nächsten damit zu schikanieren.

    Emil Gött

  3. Wir haben kein Recht zu fragen, warum Gott das, was er tut, so tut.

    John Henry Newman

  4. Nicht alle können dichten, doch wollen alle richten

  5. Intuition ist der eigenartige Instinkt, der einer Frau sagt, dass sie Recht hat, gleichgültig, ob das stimmt oder nicht.

    Oscar Wilde

  6. Das Urteil der Menge mache dich immer nachdenklich, aber niemals verzagt.

    August von Platen

  7. Kränkungen haben ihr Gutes: Sie setzen einen ins Recht.

    Henry de Montherlant

  8. Nur wer das Herz hat zu helfen, hat das Recht zu kritisieren.

    Abraham Lincoln

  9. Das Recht ist die Waffe des Schwachen.

    Gustav Walter Heinemann

  10. Wer einen Stein verrückt am Bau des Rechtes, wirft das Haus zusammen.

    Friedrich Halm

  11. Wie lange soll der Urlaub dauern? So lange, dass der Chef Sie vermisst, aber nicht so lange, bis er entdeckt, dass er auch ohne Sie recht gut auskommen kann.

  12. Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein, um sicher Unrecht zu tun, muss man die Rechte studiert haben.

    Georg Christoph Lichtenberg

  13. Lebe so als sei jeder Tag dein letzter - eines Tages wirst Du recht haben.

  14. Der Mensch muß das Recht suchen und das Glück kommen lassen

    Johann Heinrich Pestalozzi

  15. Die Natur versteht keinen Spass, sie ist immer wahr, sie hat immer recht, und die Fehler und Irrtümer sind immer die der Menschen

    Johann Wolfgang von Goethe

  16. Zwei Rechte sind in der Erklärung der Menschenrechte vergessen worden: das Recht, sich zu widersprechen, und das Recht wegzugehen.

    Charles Baudelaire

  17. Die alleinige Quelle des Rechts ist das gemeinsame Bewusstsein des ganzen Volkes: der allgemeine Geist

    Ferdinand Lassalle

  18. Mach es wenigen recht - vielen gefallen ist schlimm!

    Friedrich von Schiller

  19. Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben.

    Jean-Jacques Rousseau

  20. Die Menschen, die stets auf Recht und Ordnung pochen, haben am meisten Angst vor dem Leben.

    Rainer Haak