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Sprüche über Recht

241 Sprüche — Seite 4

Wo Ansprüche geprüft und Grenzen gesetzt werden, betritt der Mensch den Bereich des Rechts. Es soll ordnen, schützen und Willkür begrenzen, bleibt aber immer darauf angewiesen, dass Gerechtigkeit und Gewissen nicht aus dem Blick geraten. Deshalb ist dieses Thema von großer gesellschaftlicher und moralischer Bedeutung.

Seine Stärke liegt in Verbindlichkeit, seine Grenze in der bloßen Form ohne innere Billigkeit. Recht schafft Rahmen und Sicherheit, doch es fordert zugleich die ständige Frage, ob das Zulässige auch dem Gerechten wirklich entspricht.

  1. Wenn ein Unrecht nur lange genug hingenommen wird, hält man es schließlich für Rechtens.

    Thomas Paine

  2. Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, dass man recht haben und ein Idiot sein kann.

    Martin Kessel

  3. Recht häuft sich nicht, wohl aber Unrecht.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  4. Keine Regierung und keine Bataillone vermögen Recht und Freiheit zu schützen, wo der Bürger nicht imstande ist, selber vor die Haustüre zu treten und nachzusehen, was es gibt

    Gottfried Keller

  5. Es hat mancher mehr Glück als Recht.

  6. Heiraten heißt, seine Rechte halbieren und seine Pflichten verdoppeln.

    Arthur Schopenhauer

  7. Gewissen ist das Bewußtsein eines inneren Gerichtshofes im Menschen

    Immanuel Kant

  8. Was sind Staaten anderes als große Räuberbanden, wenn es in ihnen keine Gerechtigkeit gibt.

    Augustinus

  9. Wenn die Gegenwart über die Vergangenheit zu Gericht zu sitzen versucht, wird sie die Zukunft verlieren.

    Winston Churchill

  10. Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  11. Wo man das Recht hinauswirft, kommt der Schrecken zur Tür herein

  12. Der Kompromiß ist ein guter Regenschirm, aber kein Dach.

    James Russell Lowell

  13. Im Recht zu sein, kann vor Gericht zum entscheidenden Nachteil werden

    Heinrich von Kleist

  14. Der Juristentraum vom Himmel : Alle beanspruchen bei der Auferstehung ihr Vermögen, und jeder versucht, es von seinen Vorvätern wiederzuerlangen.

    Samuel Butler

  15. Die Zukunft ist eine undankbare Person, die grad' nur die quält, die sich recht sorgsam um sie kümmern.

    Johann Nepomuk Nestroy

  16. Gewalt kann wohl den Richter beugen, doch niemals beugt Gewalt das Recht.

    Johannes Trojan

  17. Zuweilen ist's ein Unglück, recht zu haben

    Sophokles

  18. Freundschaft und guter Wille macht kein Recht

  19. Recht ist es, vom Feind zu lernen.

    Ovid

  20. Advokaten und Soldaten sind des Teufels Spielkameraden.