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Sprüche über Recht

241 Sprüche — Seite 7

Wo Ansprüche geprüft und Grenzen gesetzt werden, betritt der Mensch den Bereich des Rechts. Es soll ordnen, schützen und Willkür begrenzen, bleibt aber immer darauf angewiesen, dass Gerechtigkeit und Gewissen nicht aus dem Blick geraten. Deshalb ist dieses Thema von großer gesellschaftlicher und moralischer Bedeutung.

Seine Stärke liegt in Verbindlichkeit, seine Grenze in der bloßen Form ohne innere Billigkeit. Recht schafft Rahmen und Sicherheit, doch es fordert zugleich die ständige Frage, ob das Zulässige auch dem Gerechten wirklich entspricht.

  1. Jeder hat das Recht, alles zu tun, wodurch er keinen verletzt.

    Arthur Schopenhauer

  2. Ist's im Mai recht kalt und nass, haben die Maikäfer keinen Spaß.

  3. Die Liebe hat nicht nur Rechte, sie hat auch immer recht.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  4. Nie vom andern Dank erwarten, aber immer selbst dankbar sein können, das ist das Privileg einer recht gebauten Seele.

    Theodor Heuss

  5. Es kann unter Menschen kein gerechterer Grund zum Schmerz entstehen, als wenn sie von einer Seite, von der sie mit Recht Dankbarkeit und Wohlwollen erwarten mussten, Kränkung und Schaden erleiden.

    Joseph Pulitzer

  6. Abwesende sind immer im Unrecht

    Philippe Destouches

  7. Gibt es eine Partei der Leute, die nicht sicher sind, recht zu haben? Bei der bin ich Mitglied.

    Albert Camus

  8. Das Recht hat die merkwürdige Eigenschaft, dass man es behalten kann, ohne es zu haben.

    Joseph Unger

  9. Gegen die Regierung mit allen Mitteln zu kämpfen ist ja ein Grundrecht und Sport eines jeden Deutschen

    Otto von Bismarck

  10. Lohnt es sich mit dem Vorgesetzten zu streiten, wenn man innerlich sowieso Recht hat?

  11. Wenn die Gerechtigkeit untergeht, hat es keinen Wert mehr, dass Menschen auf Erden leben.

    Immanuel Kant

  12. Gebe Gott, dass nicht nur Liebe zur Freiheit, sondern auch gründliche Kenntnis der Menschenrechte alle Nationen durchdringe!

    Benjamin Franklin

  13. Überall, wo Gewalt statt Rechts galt, ward die Gewalt niemals recht alt.

    Daniel Sanders

  14. Die Gesellschaft braucht eine strenge Justiz; darin liegt die Humanität des Staates; alles andere ist Humanität der Opernbühne.

    Napoleon

  15. Eine Mutter hat immer recht! Sie hat zuviel gelitten und geliebt, als dass es anders sein könnte...

    Hermann Sudermann

  16. Wer recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.

    Aristoteles

  17. Recht ist Eigentum, das sich auf die Macht stützt. Mit der Macht wird auch das Recht hinfällig

    Antoine de Rivarol

  18. Toleranz ist der Verdacht, dass der andere Recht hat.

    Kurt Tucholsky

  19. Heute ist ein Freudentag, doch niemand es recht glauben mag. 25 Ehejahre Glück und Leid - ihr seid die besten weit und breit.

  20. Je höher die Rechthaberei in einem Menschen steigt, desto seltener hat er recht, das heißt, desto seltener stimmen seine Aussagen und Behauptungen mit der Wahrheit überein.

    Johann Heinrich Pestalozzi