Sprüche über Schutz
256 Sprüche — Seite 11
Was bewahrt, begrenzt und vor Schaden sichert, besitzt oft einen höheren Wert, als im ersten Augenblick erkennbar ist. Schutz bedeutet nicht nur Abwehr, sondern auch Fürsorge, Verantwortung und das kluge Wissen darum, dass nicht alles offen und ungesichert bleiben darf. Darum hat dieses Thema eine stille, lebensnahe Bedeutung.
Sein tieferer Sinn liegt darin, Raum für Wachstum, Vertrauen und Verletzlichkeit zu schaffen. Schutz zeigt sich in Regeln, Nähe, Wachsamkeit und Rückhalt und erinnert daran, dass Freiheit erst dort gut gedeiht, wo das Wesentliche nicht schutzlos preisgegeben wird.
Soldaten sind des Feindes Trutz, des Landes Schutz.
Wer ohne Beil los zieht, dem kann im Walde nicht wohl sein
— Gottfried Keller
Ach, mein liebes Geld. Mein liebes Geld, mein bester Freund! Man hat dich mir gestohlen. Meine Stütze habe ich verloren, mein Trost und meine Freude.
— Jean-Baptiste Molière
Die menschliche Gesellschaft gleicht einem Gewölbe, das zusammenstürzen müsste, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig stützen würden.
Die leere Form ist nicht Schönheit, sie ist das Gewand der Schönheit.
— Romain Rolland
Ein Buch, das man stützt, ist ein Buch, das sinkt.
— Antoine de Rivarol
Nur wer irgendein Ideal, das er ins Leben ziehen will, in seinem Innern hegt und nährt, ist verwahrt gegen die Gifte und Schmerzen der Zeit.
— Jean Paul
Unsere Seele muss, wenn sie nicht verkommen will, jeden Tag ihre Wäsche wechseln.
— Gottfried Keller
Wer sein eigenes Herz in Schutz nimmt, verteidigt eine schöne Burg
Heiterkeit ist etwas anderes als Lustigkeit. Wahre Heiterkeit kann nur entstehen, wenn der Mensch sich für die nächste Zukunft in Ruhe und Sicherheit weiß.
— Ferdinando Coelestinus Galiani
Eine häßliche Frau ist der beste Zaun um den Garten.
— Denis Diderot
Sich in Sprachzucht zu nehmen, ist sicher nicht immer leicht, aber ein Beitrag sowohl zur Demokratie wie auch zur Bewahrung der Schönheit unserer Sprache
— Gustav Walter Heinemann
Das ist die große Stille, die über Stürmen siegt, dass eines Menschen Wille in Gottes Willen liegt.
— Eduard Mörike
Jeder Mensch wird im Reiche einen Engel haben, der mit ihm herrscht, und in der Unterwelt einen Dämon, der ihn straft.
— Thomas von Aquin
Kann uns etwas nicht schaden, dürfen wir ruhig die verlachen, die uns davor bewahren wollen.
— Marquis de Vauvenargues
Mit den Fingerspitzen zugreifen – mit den Fäusten festhalten – mit dem Leben verteidigen, … so bringt man's zu was!
— Franz Edler von Pernwald Schönthan
Wer Gefühle zeigt, lebt aus sich heraus — intensiv und doch geschützt. Wer seine Gefühle nicht verdeutlichen kann, lebt in sich hinein, vor sich hin — wehrlos.
— Else Pannek
Helden leben gern. Sie wissen wie kostbar und verletzlich Leben ist, haben Herz und Rückgrat es zu schützen.
— Else Pannek
Manchmal breitet die Seele einen Schleier über die Wahrheit, weil sie nur so zu überstehen ist.
— Else Pannek
Gegen öffentliche Feinde im Staate ist jeder Bürger Soldat, sonst droht uns der Umsturz aller Ordnung.
— Gottfried Wilhelm Leibniz