Sprüche über Unglück
253 Sprüche — Seite 2
Wenn Hoffnungen scheitern, Sicherheiten wegbrechen oder das Leben eine dunkle Wendung nimmt, wird Unglück in seiner ganzen Schwere spürbar. Es gehört zu jenen Erfahrungen, die nicht nur verletzen, sondern auch den Blick auf Glück, Bindung und Verletzlichkeit verändern. Darum ist dieses Thema ernst und menschlich zugleich.
Seine Tiefe zeigt sich darin, dass Unglück selten isoliert bleibt, sondern Beziehungen, Selbstbild und Lebensdeutung mit erfasst. Im Erleiden wächst oft die Erkenntnis, wie viel Trost, Anteilnahme und innere Haltung in schweren Stunden bedeuten können.
Nichts wird uns zum gelassenen Ertragen der uns treffenden Unglücksfälle besser befähigen als die Überzeugung von der Wahrheit.
— Arthur Schopenhauer
Das Glück kommt nur von einer Seite, das Unglück von allen Seiten.
— Joseph Roux
Gücklicherweise kann der Mensch nur einen gewissen Grad des Unglücks fassen; was darüber hinausgeht, vernichtet ihn oder lässt ihn gleichgültig.
— Johann Wolfgang von Goethe
Der allerelendeste Zustand ist: Nichts wollen können.
— Ernst von Feuchtersleben
Das Unglück ist der Prüfstein des Charakters.
— Samuel Smiles
Ein gewisses Übermaß von Glück und Unglück übersteigt unser Empfindungsvermögen.
— François de la Rochefoucauld
Wer Schadenfreude bei des Nächsten Unglück zeigt, Der hat den Gipfelpunkt der Schlechtigkeit erreicht.
— Heinrich Martin
Glücklich sein ist bei weitem nicht dasselbe als aufhören, unglücklich zu sein.
— Johann Nepomuk Nestroy
Die Unglücklichen sind gefährlich
— Johann Wolfgang von Goethe
Schwer ist zu tragen das Unglück, aber schwerer das Glück.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Das Glück kommt nicht in Paaren, das Unglück nie allein.
Glück und Unglück nehmen den Menschen die Maske ab
Alle glücklichen Familien ähneln einander; jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.
— Leo Tolstoi
Um nicht sehr unglücklich zu werden, ist das sicherste Mittel, dass man nicht verlange, sehr glücklich zu sein.
— Arthur Schopenhauer
Jammere nicht über ein Unglück, das noch gar nicht eingetroffen ist.
Man muss Glück schaffen, um damit gegen die Welt des Unglücks zu protestieren.
— Albert Camus
Den sichersten Weg ins Unglück geht, wer alle guten Ratschläge befolgt.
— Rainer Haak
Gibt es etwas Beglückenderes, als einen Menschen zu kennen, mit dem man sprechen kann wie mit sich selbst? Könnte man höchstes Glück und tiefstes Unglück ertragen, hätte man niemanden, der daran te …
— Marcus Tullius Cicero
Alles Unglück kommt durch den Mund
Anderen an seinem Unglück die Schuld geben, ist ein Zeichen von Dummheit, sich selbst die Schuld geben, ist der erste Schritt zur Einsicht; weder anderen noch sich selbst die Schuld geben, ist ein Z …
— Epiktet