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Sprüche über Abwechslung

338 Sprüche — Seite 11

Was dem Alltag Farbe, Bewegung und neue Perspektiven verleiht, ist die Abwechslung. Sie bewahrt vor Erstarrung, weckt Sinne und Gedanken und erinnert daran, dass Lebendigkeit oft aus dem Wechsel von Formen, Eindrücken und Erfahrungen entsteht. Darum besitzt dieses Thema eine heitere und zugleich tiefere Lebensbedeutung.

Nicht jede Veränderung schafft schon Bereicherung, doch Monotonie verengt den Blick. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie sehr Abwechslung Kreativität, Freude und Offenheit fördern kann, wenn sie nicht bloß Zerstreuung, sondern wirkliche Belebung bedeutet.

  1. Die ersten vierzig Jahre unseres Lebens liefern den Text, die folgenden dreißig den Kommentar dazu.

    Arthur Schopenhauer

  2. Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher sahst; denn das heißt ein neues Leben beginnen

    Mark Aurel

  3. Wo immer es exzessiven Reichtum gibt, herrscht im Gegenzug auch exzessive Armut.

    Walter Savage Landor

  4. Aus der Blume, aus der die Biene Honig saugt, saugt die Spinne Gift.

  5. Nur durch den Winter, wird der Lenz errungen.

    Gottfried Keller

  6. Als ich noch sehr jung war und darauf brannte, anderswo zu sein, versicherten mir reifere Menschen, die Reife würde dieses Laster heilen.

    John Steinbeck

  7. Sollst nicht murren, sollst nicht schelten, wenn die Sommerzeit vergeht, denn es ist das Los der Welten, alles kommt und alles geht

    Wilhelm Müller

  8. Nichts auf der Welt trägt so viele Masken wie die Eifersucht.

    Hermann Bahr

  9. Gute Gedanken muss man auch von rückwärts anschauen können.

    Novalis

  10. Erst Unterschiede machen die Freundschaft wirklich reich.

  11. Wer sich nicht ändert, hat nicht gelebt.

  12. Wenn alle Tage im Jahre gefeiert würden, so würde Spiel so lästig sein wie Arbeit.

    William Shakespeare

  13. Unzufriedenheit ist Verlangen nach sinnvoller Änderung.

    Else Pannek

  14. Golf: eine teure Variante des Murmelspiels.

    Gilbert Keith Chesterton

  15. Die Ehe ist das Zusammenleben zweier schlechter Launen am Tage und zweier schlechter Gerüche in der Nacht.

    Charles de Talleyrand

  16. Das große Glück ist wie ein Mosaik: ein Werk aus vielen kleinen bunten Steinen.

  17. Individualität ist überall zu schonen und zu ehren als Wurzel jedes Guten.

    Jean Paul

  18. Die Pflichterfüllung in schwerer Zeit ist das Herrlichste des Menschenloses.

    Paul Keller

  19. Es wird völlig zu Unrecht gesagt, dass unsere Generation keine Philosophen aufzuweisen habe. In der Tat haben die heutigen Philosophen nur die Fakultät gewechselt, und ihre Namen sind Planck und Einst …

    Karl Gustav Adolf von Harnack

  20. Sei weder der erste, Neuem nachzujagen, noch der letzte, Altem zu entsagen.

    Alexander Pope