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Sprüche über Abwechslung

338 Sprüche — Seite 15

Was dem Alltag Farbe, Bewegung und neue Perspektiven verleiht, ist die Abwechslung. Sie bewahrt vor Erstarrung, weckt Sinne und Gedanken und erinnert daran, dass Lebendigkeit oft aus dem Wechsel von Formen, Eindrücken und Erfahrungen entsteht. Darum besitzt dieses Thema eine heitere und zugleich tiefere Lebensbedeutung.

Nicht jede Veränderung schafft schon Bereicherung, doch Monotonie verengt den Blick. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie sehr Abwechslung Kreativität, Freude und Offenheit fördern kann, wenn sie nicht bloß Zerstreuung, sondern wirkliche Belebung bedeutet.

  1. Idole und Ideen sind wandelbar. Ideale allein sind unsterblich

    Ottokar Kernstock

  2. Wolken ziehen auf, von Zeit zu Zeit - sie bringen die Chance, ein wenig auszuruhen von der Betrachtung des Mondes.

    Matsuo Bashō

  3. In Träumen, Spiegeln und Wasser trifft man den Himmel und die Erde.

  4. Die Herzen sind so ungleich wie die Gesichter.

  5. Dem frohen Tage folgt ein trüber, doch alles wiegt zuletzt sich auf.

    August von Platen

  6. Und nur Abwechslung gibt dem Leben Reiz und lässt uns seine Unerträglichkeit vergessen.

    Christian Dietrich Grabbe

  7. Der erreicht am meisten, der immer auch anders kann, als er vorhatte.

    Johannes von Müller

  8. Das Leben zeugt Blumen und Bienen. Blumen, das sind die schöpferischen Geister, und Bienen die anderen, die daraus Honig sammeln.

    Christian Morgenstern

  9. Es ist unmöglich, zweimal in denselben Fluss zu springen. Auch wenn wir in dieselben Flüsse steigen, fließt immer anderes Wasser herbei

    Heraklit von Ephesos

  10. Jedesmal, wenn du alle Antworten gelernt hast, wechseln sie alle Fragen.

    Oliver Otis Howard

  11. Die Natur ist immer neu, wenn das Auge frisch bleibt.

    Max von Eyth

  12. Ein vernünftiger Mensch erholt sich bei einer Arbeit von der anderen.

    Helmuth James Graf von Moltke

  13. Die Welt ist ein Schauplatz: Du kommst, du siehst und gehst vorüber

    Matthias Claudius

  14. In der Provinz ist schon Regen eine Zerstreuung.

    Edmond de Goncourt

  15. Der Traum ist ein zweites Leben.

    Gerard de Nerval

  16. Was ich nicht wahrhaben will, hülle ich in einen Scherz

    Emily Elizabeth Dickinson

  17. Im Bett soll man nur leichte und unterhaltende Lektüre zu sich nehmen, sowie spannende und beruhigende, ferner ganz schwere wissenschaftliche und frivole sowie mittelschwere und jede sonstige, andere …

    Kurt Tucholsky

  18. Die Kunst ist in steter Wandlung begriffen. Zeitlose Kunst gibt es nicht, aber die Zeit umspannt das Gestern und das Morgen.

    Ernst von Dombrowski

  19. Eine Stunde ist nicht lediglich eine Stunde; sie ist ein Gefäß, das mit Düften, Tönen, Plänen und Klimaten gefüllt ist.

    Marcel Proust

  20. Vielfalt ist die Würze des Lebens

    Ernst von Wildenbruch