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Sprüche über Abwechslung

338 Sprüche — Seite 3

Was dem Alltag Farbe, Bewegung und neue Perspektiven verleiht, ist die Abwechslung. Sie bewahrt vor Erstarrung, weckt Sinne und Gedanken und erinnert daran, dass Lebendigkeit oft aus dem Wechsel von Formen, Eindrücken und Erfahrungen entsteht. Darum besitzt dieses Thema eine heitere und zugleich tiefere Lebensbedeutung.

Nicht jede Veränderung schafft schon Bereicherung, doch Monotonie verengt den Blick. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie sehr Abwechslung Kreativität, Freude und Offenheit fördern kann, wenn sie nicht bloß Zerstreuung, sondern wirkliche Belebung bedeutet.

  1. Nur auf dem Pfad der Nacht erreicht man die Morgenröte.

    — Khalil Gibran

  2. Das Unglück beugt eben nur den, der sich vorher vom Glück täuschen ließ. Wen aber das Glück nicht aufgeblasen machte, dem kann auch ein Glückswechsel nichts anhaben.

    — Seneca

  3. Das Leben ist wie ein Theaterstück. Zuerst spielt man die Hauptrolle, dann eine Nebenrolle, dann souffliert man den anderen, und schließlich sieht man zu, wie der Vorhang fällt.

    — Winston Churchill

  4. Ein Buch ist ein Spiegel; wenn ein Affe hineinguckt, so kann freilich kein Apostel heraussehen.

    — Georg Christoph Lichtenberg

  5. Bei Tage ist es kinderleicht, die Dinge nüchtern und unsentimental zu sehen. Nachts ist das eine ganz andere Geschichte.

    — Ernest Miller Hemingway

  6. Man darf anders denken, wie seine Zeit, - sich aber nicht anders kleiden.

    — Marie von Ebner-Eschenbach

  7. Wer lange genug gelebt hat, hat alles gesehen und auch das Gegenteil von allem.

    — Charles de Talleyrand

  8. Bloß ein Narr wechselt stets die Freunde.

    — Hesiod

  9. Die Mode ist ein ästhetisches Verbrechen, sie will nicht das Endgültig-Gute, das Endgültig-Schöne. Sie will immer nur etwas Neues

    — Peter Altenberg

  10. Schatten und Rad vergleichbar sind Trauer und Freude des Lebens. Wie der Schatten verweilen sie nicht und wie das Rad drehen sie sich.

  11. Die Mode ist eine charmante Tyrannei von kurzer Dauer.

    — Zenon von Kition

  12. Den Augenblick immer als den höchsten Brennpunkt der Existenz, auf den die ganze Vergangenheit nur vorbereitete, ansehen und genießen, das würde Leben heißen!

    — Christian Friedrich Hebbel

  13. Die andere Welt. Es gibt keine andere Welt. Hier oder nirgends ist die ganze Wirklichkeit.

    — Ralph Waldo Emerson

  14. Man sollte beständig die Wirkung der Zeit und die Wandelbarkeit der Dinge vor Augen haben und daher bei allem, was jetzt stattfindet, sofort das Gegenteil imaginieren.

    — Arthur Schopenhauer

  15. Glaube nicht, es muss so sein, weil es so ist und immer so war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten.

    — Hedwig Dohm

  16. Das ist der Unterschied zwischen Tier und Mensch, dass dieser auch ein Sonntagskleid hat.

    — Martin Luther

  17. Eine wirkliche und wahrhafte Zauberin ist die Liebe: sie verwandelt Menschen, und sie erschafft Dinge, die es zuvor nicht gab - und wiederum nicht mehr gibt, wenn sie verschwunden ist.

    — Diotima

  18. Des Menschen Herz ist wie Quecksilber, jetzt da, bald anderswo, heute so, morgen anders gesinnt.

    — Martin Luther

  19. In dieser Welt hat nur die Unbeständigkeit Bestand.

    — Jonathan Swift

  20. Setz dir Perücken auf von Millionen Locken, setz deinen Fuß auf ellenhohe Socken, du bleibst doch immer, was du bist!

    — Johann Wolfgang von Goethe