gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Vergänglichkeit

474 Sprüche — Seite 15

Alles, was den Menschen umgibt und bewegt, trägt den Zug des Vorübergehenden in sich. Schönheit vergeht, Nähe verändert sich, Stunden entschwinden, und gerade in dieser Endlichkeit erhält das Leben seine Schärfe und seinen Ernst. Deshalb gehört Vergänglichkeit zu den stillen Grundthemen jeder tiefen Lebensbetrachtung.

Aus ihr erwächst nicht nur Wehmut, sondern auch ein besonderer Sinn für Gegenwart und Wertschätzung. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Verlust und Erkenntnis verbunden sind und warum das Bewusstsein des Endlichen viele Dinge nicht kleiner, sondern kostbarer erscheinen lässt.

  1. Wenn Berg und Tal sich trennen und wir uns nicht mehr kennen, dann schau, wer dieses Blatt, dir einst geschrieben hat.

  2. Überall, wo Gewalt statt Rechts galt, ward die Gewalt niemals recht alt.

    Daniel Sanders

  3. Das wähne nun keiner, dass er sich nicht entbehren ließ; Dein Tod oder meiner macht in der Welt noch keinen Riss.

    Eduard von Bauernfeld

  4. Wie schnell wird die Ewigkeit alles bedecken, und wie viel hat sie schon bedeckt!

    Mark Aurel

  5. Das Trinken ist fast das letzte Vergnügen, das uns die Jahre nehmen.

    Michel de Montaigne

  6. Jeder Aufstieg in große Höhen geschieht auf einer Wendeltreppe.

    Francis Bacon

  7. Bedürfnisse nur an dem Maße subjektiver Wünsche und Meinungen gemessen, ruinieren jede Wirtschaft.

    Richard Rothe

  8. Blumen blühen nur kurze Zeit, doch Freundschaft hält für Ewigkeit.

  9. Jede Zeit ist umso kürzer, je glücklicher man ist.

  10. Wo sind die Tränen von gestern Abend? Wo ist der Schnee vom vergangenen Jahr?

    Bertolt Brecht

  11. Unser ganzes Dasein ist flüchtig wie Wolken im Herbst; Geburt und Tod der Wesen erscheinen wie Bewegung im Tanz. Ein Leben gleicht dem Blitz am Himmel, es rauscht vorbei wie ein Sturzbach den Berg …

    Buddha

  12. Wie ein unsichtbares Band ist Freundschaft zwischen uns. Wir bleiben dadurch eng verbunden, vergehen auch Jahre wie Stunden.

  13. Wenn man liebt, dann gedenkt man der Kränkung nicht lange.

    Fjodor M. Dostojewski

  14. Die Arbeit läuft dir nicht davon, wenn du deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis du mit der Arbeit fertig bist.

  15. Lachen kann nicht zurück bringen, was Ärger vertrieben hat.

  16. Die Zeit geht hin, und der Mensch gewahrt es nicht.

    Dante Alighieri

  17. Trügerisch hängt über den Menschen die Zeit, rollt mit sich dahin des Lebens Flut.

    Pindar

  18. Die Tat wird vergessen, doch das Ergebnis bleibt bestehen.

    Ovid

  19. Was wir ausgaben, hatten wir, was wir verließen, verloren wir, was wir gaben, haben wir.

  20. Wie schnell endlich stürzt unter einem Nachfolger das bodenlose Gebäude zusammen, welches sein größerer Vorgänger zu rasch und prunkend, mehr zu den Zwecken seiner eigenen Phantasie als für die Dauer …

    Johann Georg Adam Forster