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Sprüche über Zeit

838 Sprüche — Seite 35

Nichts vergeht leiser und wirkt zugleich mächtiger auf das menschliche Leben ein als die Zeit. Sie ordnet Erinnerungen, heilt Wunden, vertieft Verluste und macht sichtbar, was Bestand hat und was nur vorübergehend schien. Darum ist sie weit mehr als ein Maß des Alltags, nämlich die unsichtbare Form aller Erfahrung.

Ihre Härte liegt darin, dass sie sich weder festhalten noch zurückholen lässt. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Vergänglichkeit, Geduld und Gegenwart zu klugen Einsichten und erinnern daran, dass der wahre Wert eines Augenblicks oft erst erkannt wird, wenn er bereits vergangen ist.

  1. Was uns das neue Jahr wohl bringt? Ihr glaubt an manches Wunderbare! Doch hört, wie diese Frage klingt: Was bringen wir dem neuen Jahre?

  2. Wir lernten uns vor langem kennen. Zwar will ich es nicht Zufall nennen. Doch muss ich ehrlich eingestehn, die Zeit mit dir war schön.

  3. Jede Leidenschaft, die Raum zum Genießen und Nachdenken läßt, ist keine starke Leidenschaft.

    Michel de Montaigne

  4. Der Ruhestand ist das, worauf man sein ganzes Leben lang hinarbeitet und sich erschrocken wundert, wenn es dann soweit ist.

  5. Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat

    Georg Christoph Lichtenberg

  6. Ein Dauerurlaub ist eine gute vorläufige Definition der Hölle.

    George Bernard Shaw

  7. Es gibt nichts, wofür man Zeit findet. Wenn man Zeit haben möchte, muss man sich welche schaffen

    Leopold von Ranke

  8. Ein Mann muss scheiden, eh ins Aug ihm die Tränen treten.

    Christian Friedrich Hebbel

  9. Früher dauerte ein Tag noch einen ganzen Tag, heute nur noch 24 Stunden!

  10. Wo Kinder sind, da ist ein goldenes Zeitalter.

    Novalis

  11. Wer sagt Zeit ist Geld, hat den Wert der Zeit noch nicht erkannt

    Rainer Karius

  12. Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.

    Georg Christoph Lichtenberg

  13. Manche Zeit wird uns entrissen, manche gestohlen, manche verrinnt einfach. Am schädlichsten ist jedoch ein Verlust, der durch Nachlässigkeit entsteht.

    Seneca

  14. Lieber nichts tun und die Zeit für sich arbeiten lassen!

  15. Als wir alle die Penne noch besuchten und immer wieder über die Lehrer fluchten, da warfen wir noch heftigst mit Kreiden, und unsere Lehrer mussten heftigst leiden. Das Leiden hat nun ein Ende, …

  16. Die meisten Menschen bringen so das ganze Leben hin, dass sie sich von Pfingsten nach Weihnachten und von Weihnachten nach Pfingsten sehnen.

    Theodor Fontane

  17. Die Sonne bringt es an den Tag

  18. Regnet es an St. Sebald, dann nahet teure Zeit sehr bald. (19. August)

  19. Jedes Ding an seinem Ort, spart viel Zeit, Verdruss und Wort.

  20. Wer die Zeit der Saat verschläft, braucht in der Ernte nicht zu schwitzen.