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Sprüche über Zeit

838 Sprüche — Seite 11

Nichts vergeht leiser und wirkt zugleich mächtiger auf das menschliche Leben ein als die Zeit. Sie ordnet Erinnerungen, heilt Wunden, vertieft Verluste und macht sichtbar, was Bestand hat und was nur vorübergehend schien. Darum ist sie weit mehr als ein Maß des Alltags, nämlich die unsichtbare Form aller Erfahrung.

Ihre Härte liegt darin, dass sie sich weder festhalten noch zurückholen lässt. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Vergänglichkeit, Geduld und Gegenwart zu klugen Einsichten und erinnern daran, dass der wahre Wert eines Augenblicks oft erst erkannt wird, wenn er bereits vergangen ist.

  1. Die Wahrheit ist die Tochter der Zeit, nicht der Autorität.

    — Francis Bacon

  2. Man sollte beständig die Wirkung der Zeit und die Wandelbarkeit der Dinge vor Augen haben und daher bei allem, was jetzt stattfindet, sofort das Gegenteil imaginieren.

    — Arthur Schopenhauer

  3. Wir bringen es zwar nicht fertig, die Welt nach unseren Wünschen zu ändern, doch mit der Zeit ändern sich unsere Wünsche.

    — Marcel Proust

  4. Ach! Des Lebens schönste Feier endigt auch den Lebensmai, mit dem Gürtel, mit dem Schleier reißt der schöne Wahn entzwei. Die Leidenschaft flieht, die Liebe muss bleiben. Die Blume verblüht, di …

    — Friedrich von Schiller

  5. Ganze Weltalter voll Liebe werden notwendig sein, um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten.

    — Christian Morgenstern

  6. Wir verbringen so viel Zeit mit Dingen, die dringend sind, so dass keine mehr übrig ist für Dinge, die wichtig sind.

    — Henry Ward Beecher

  7. Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich!

    — Angelus Silesius

  8. Wenn man einmal sechzig ist, dann soll man sich verschnaufen, auch wenn man größter Optimist, man kann nicht alles mehr sich kaufen. Was man einstens nicht konnt’ wissen, lässt einem heute keine Ruh …

  9. Der männliche Händedruck, der einer jüngeren Dame gilt, darf höchstens eine Viertelstunde währen.

    — Otto Weiss

  10. Die Liebe bedarf der Zeit, wie die Flamme der Nahrung.

    — Ernst Friedr. Ludwig Adolf Eckstein

  11. Verliere keine Zeit mit unwichtigen Angelegenheiten. Lerne, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden.

  12. Der Tag ist eine Miniaturewigkeit.

    — Ralph Waldo Emerson

  13. Die Liebe hat kein Maß der Zeit, sie lernt und blüht und reift in einer schönen Stunde.

    — Theodor Körner

  14. Erst im Laufe der Zeit lernen sich manche Eheleute so gut verstehen, dass es zur Scheidung kommt.

    — Otto Weiss

  15. Die meiste Zeit seines Lebens wartet der Soldat vergebens.

  16. Hoffe wenig, wirke viel, das ist der kürzeste Weg zum Ziel.

  17. Die schlechten Gewohnheiten wollen wir wie minderwertige Menschen, die uns lange Zeit schwer geschädigt haben, endgültig vertreiben.

    — Epikur

  18. Die Zeit ist die Seele der Welt

  19. Im Garten der Zeit wächst die Blume des Trostes.

  20. Dass sie ewig grünen bliebe, die schöne Zeit der jungen Liebe.

    — Friedrich von Schiller