Sprüche über Armut
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Armut ist weit mehr als das Fehlen von Geld. Sie kann Möglichkeiten beschneiden, Abhängigkeit schaffen und Menschen von dem ausschließen, was für andere selbstverständlich ist. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur wirtschaftliche Fragen, sondern auch Würde, Gerechtigkeit und menschliche Teilhabe.
Besonders schwer wiegt sie dort, wo Mangel in Einsamkeit, Scham oder Perspektivlosigkeit umschlägt. Armut macht sichtbar, wie verletzlich Lebensentwürfe sein können und wie kostbar Maß, Solidarität und echte Verbundenheit bleiben.
Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen
— Napoleon
Viele Spötter meinen, reich an Geist zu sein, und sind doch nur arm an Takt
— Georg Christoph Lichtenberg
Wer je geliebt in Liebesarmen, der kann im Leben nie verarmen.
— Theodor Storm
Wer Zahnweh hat hält jeden, dessen Zähne gesund sind, für glücklich. Der an Armut Leidende begeht denselben Irrtum den Reichen gegenüber.
— George Bernard Shaw
Keine Gesellschaft kann gedeihen und glücklich sein, in der der weitaus größte Teil ihrer Mitglieder arm und elend ist.
— Adam Smith
Der Hass der Größe gegen die Kleinheit ist der Ekel; der Hass der Kleinheit gegen die Größe der Neid.
— Arthur Schnitzler
Armut mit Anstand zu tragen, ist ein Zeichen von Selbstbeherrschung
— Demokrit
Schmeicheleien sind wie Falschgeld: Sie machen denjenigen ärmer, der sie empfängt.
— Herbert George Wells
Kann man das Werden eines schlechten Buches vergeben, dann nur den Ärmsten, welche schreiben, um zu leben.
— Jean-Baptiste Molière
Geld macht nicht glücklich, aber man wird besser mit dem Unglück fertig, wenn man nicht arm ist
Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist
— Mark Twain
Vielleicht verdirbt Geld tatsächlich den Charakter. Auf keinen Fall aber macht ein Mangel an Geld ihn besser.
— John Steinbeck
Geh zu deines reichen Freundes Haus, wenn du gerufen bist! Zu des armen Freundes Haus geh ungerufen!
Es bedarf des demokratischen Regiments, damit die Armen eine Zuflucht und die Reichen einen Zügel haben.
— Thukydides
Nur ein genialer Reicher kann sich die Armut vorstellen.
— Charles Péguy
Auch in dem elendsten Dasein gibt es ein Häkchen, an das ein Faden des Heils sich anknüpfen könnte.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die Armut hat ihre Freiheiten, der Reichtum seine Zwänge.
— Denis Diderot
Miss deinen Besitz nach seinem Wert — und du bist arm. Miss ihn an dem, was er dir bedeutet — und du bist reich.
— Else Pannek
Reich sein an Freuden hängt nicht von Armut ab, sondern von einem genügsamen, zufriedenen Herzen.
— Jeremias Gotthelf
Es entmutigt oft den wärmsten Menschenfreund, dass er so vielen Hilfsbedürftigen begegnet, denen nicht zu helfen ist.
— Marie von Ebner-Eschenbach