Sprüche über Armut
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Armut ist weit mehr als das Fehlen von Geld. Sie kann Möglichkeiten beschneiden, Abhängigkeit schaffen und Menschen von dem ausschließen, was für andere selbstverständlich ist. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur wirtschaftliche Fragen, sondern auch Würde, Gerechtigkeit und menschliche Teilhabe.
Besonders schwer wiegt sie dort, wo Mangel in Einsamkeit, Scham oder Perspektivlosigkeit umschlägt. Armut macht sichtbar, wie verletzlich Lebensentwürfe sein können und wie kostbar Maß, Solidarität und echte Verbundenheit bleiben.
Armut schändet nicht - ist ein Sprichwort, das alle Menschen im Munde führen, aber keiner im Herzen.
— August von Kotzebue
Der hat ein schweres Los, der mit einer silbernen Reisschale betteln muss
Die Betrachtung des menschlichen Elends aber macht den Weisen stets maßvoll.
— Jean-Jacques Rousseau
Der Großvater kauft, der Vater baut, der Sohn verkauft, der Enkel geht betteln.
Männer: eine an Liebe arme Gattung.
— Henry de Montherlant
Spottsucht ist oft Armut an Geist.
— Jean de la Bruyère
Die Dummheit schützt vor Schande, gleichwie die Dreistigkeit vor Armut.
— Leonardo da Vinci
Mutterschoß ist warm, aber arm.
Dem armen Herzen bringt das kleinste Glück Beklemmung, wie dem Ameisenhaus ein Tautropf Überschwemmung.
— Friedrich Rückert
Hoffart wird gar leicht gelernt, aber schwer vergessen. Große Schüsseln kauft sie noch, hat sie nichts zu essen.
— Wilhelm Müller
Die Not kann den Schmied lehren, Stiefel zu nähen.
Doch wenn ich arm bin, habe ich nur meine Träume. Die Träume breite ich aus vor deinen Füßen. Tritt leicht darauf du trittst auf meine Träume.
— William Butler Yeats
Wer kein Geld hat, hat auch keinen Mut. Er fürchtet, überall zurückgesetzt zu werden, glaubt, jede Demütigung ertragen zu müssen und zeigt sich allerorten in ungünstigem Licht.
— Adolph Freiherr von Knigge
Die Gesellschaft setzt sich aus nur zwei großen Klassen zusammen: die einen haben mehr Mahlzeiten als Appetit, und die andern weit mehr Appetit als Mahlzeiten.
— Nicolas Chamfort
Auch der ärmste Mensch kann zuletzt den Hunger und die Sorge nicht mehr ertragen, und leider macht er dann keine schriftlichen Eingaben an die Behörden, sondern er schlägt mit der Faust an die Tür der …
— Wilhelm Raabe
Das Brot, das ihr verderben laßt, ist das Brot der Hungernden.
— Basilius von Caesarea
Ist einer heiter, so ist es einerlei, ob er jung oder alt, gerade oder bucklig, arm oder reich sei; er ist glücklich.
— Arthur Schopenhauer
Wo immer es exzessiven Reichtum gibt, herrscht im Gegenzug auch exzessive Armut.
— Walter Savage Landor
Arbeit ist bei Armut gut.
Wo Arbeit das Haus bewacht, kann Armut nicht hinein.