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Sprüche über Charakter

487 Sprüche — Seite 18

Woran ein Mensch im Innersten zu erkennen ist, offenbart sich selten in glatten Worten, sondern in Haltung, Verhalten und Beständigkeit. Charakter meint jene innere Form, die Entscheidungen prägt und auch dort trägt, wo Vorteil, Angst oder Druck anderes nahelegen. Darum zählt dieses Thema zu den ernstesten Fragen des Menschlichen.

Seine Bewährung geschieht vor allem in Grenzsituationen, nicht im bequemen Einverständnis mit sich selbst. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Mut, Wahrhaftigkeit und Selbstbeherrschung zusammengehören und warum guter Charakter erst dort sichtbar wird, wo etwas auf dem Spiel steht.

  1. Keine zwei Menschen gleichen einander, und beide sind froh darüber.

  2. Der Mensch ist seiner Natur nach eine tapfere Bestie.

    Johann Georg Adam Forster

  3. Was den Menschen tugendhaft und glücklich macht, kann keine Regierung und keine Erziehung ihm geben, es ist in ihm, aber des Tyrannen Arglist und des Erziehers Affenliebe können es nur gar zu leic …

    Johann Georg Adam Forster

  4. Der Ruf zeigt das Urteil der Umwelt, das Gewissen das Urteil Gottes an.

    Sully Prudhomme

  5. Regieren ist keine Sache für Leute von Charakter und Erziehung.

    Aristophanes

  6. Wenn eine Frau mehr innere Werte hat als äußere, dann sollte man sie wenden lassen.

    Max Pallenberg

  7. Man kann Kompromisse schließen, bis man zu einem Kompromiss geworden ist.

    Else Pannek

  8. Seine eisernen Grundsätze lässt man nicht durch Ereignisse oder Tatsachen erschüttern.

    Else Pannek

  9. Eine Frau von innerer Güte ist immer liebenswürdig befunden worden, und eine, die noch nach drei Tagen hässlich gefunden wird, ist gewiß nicht liebenswürdig

    Ludwig Börne

  10. Wenn du einen Menschen beurteilst, so beurteile ihn so, wie er war, als du ihn am meisten liebtest.

    Jens Peter Jacobsen

  11. Ein Leidenskapitel muss jedes rechte Menschenleben haben, sonst wird nichts Rechtes daraus.

    Carl Hilty

  12. Fast alle Menschen, die etwas taugen, haben schlechte Manieren.

    Giacomo Leopardi

  13. Der sittlich Edlere siegt stets über das wenig Edlere und hat auf Dauer längeren Bestand als das Gemeinere

    Christian Matthias Theodor Mommsen

  14. Vernunft ist Begabung, Dummheit Veranlagung.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  15. Für einen alten Vater ist nichts süsser wie eine Tochter. Buben sind lebhafter, aber ihre Wege sind nicht so zart.

    Euripides

  16. Sage mir, wie du ißt, und ich sage dir, was du bist.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  17. Es steht sich halt nicht gut im Dunkeln auf, wenn man Morgenmuffel ist

  18. Es liegt wenig daran, wie man geboren wird; aber es ist viel daran gelegen, wie man stirbt.

    Christina I. von Schweden

  19. Es schadet niemals, sich für alle Lebensabschnitte ein Stück Jugend zu bewahren, und es ist immer besser, im Alter jugendfrisch zu sein, als greisenhaft in jungen Tagen.

    Wilhelm Riehl

  20. Ohne Erziehung zum Gehorsam ist keine Bildung zu einem charakterfesten Menschen, zu einem Menschen, zu einem Manne denkbar.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg