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Sprüche über Gleichgültigkeit

531 Sprüche — Seite 25

Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.

Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.

  1. Das allgemeine Wahlsystem in einem gleichgültigen Land läuft immer darauf hinaus, die Macht in die Hände deklassierter Schwätzer zu legen.

    Hippolyte Taine

  2. Ein grausamer Mensch weidet sich an Tränen, er wird nicht durch sie gebrochen.

    Hippolyte Taine

  3. Gewohnheit ist eine schreckliche Tyrannin

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  4. Einsamkeit ist weiter nichts als eine Verdauung des Gefühls oder ein Schlaf des Lebens. Nun ist es gewiss schändlich, immer der Verdauung zu obliegen oder zu schlafen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  5. Gewalt und Druck über sich macht gewiss weniger Elend als Leere, innere Leerheit.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  6. Ließen wir von dem Versuch ab, glücklich sein zu wollen, könnten wir eine recht schöne Zeit verbringen.

    Edith Wharton

  7. Ein Unkraut ist nichts anderes als eine unbeliebte Blume.

    Ella Wheeler Wilcox

  8. Die einzige Möglichkeit nicht über Geld nachzudenken ist, eine Menge davon zu haben

    Edith Wharton

  9. Nichts will so zart, so unausgesetzt gepflegt sein, als die Blume des Besitzes. Wenige bedenken das und lassen daher ihr Schönstes verkommen. Eine verwelkte Liebe, ein verstorbenes Vertrauen blüht nim …

    Henriette Wilhelmine Hanke

  10. Umweltschutz: Bisher wussten wir nicht, was wir taten. Jetzt tun wir nicht, was wir wissen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  11. Manche Menschen sind bereit, für ihre Sicherheit die größten Risiken einzugehen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  12. In der Natur kommt das Ganze weder nach den Teilen noch vor ihnen

    Simone Weil

  13. Das Geschöpf muss glauben, dass es nicht ist, um alles zu sein

    Simone Weil

  14. Ich habe nie ausschließlich über Geld nachgedacht,sondern eher geglaubt, dass wir geboren sind um glücklich zu sein, wobei der sicherste Weg sich elend zu fühlen, ist, den Wert des Geldes zu überschät …

    Mary Seacole

  15. Schwache und begrenzte Menschen sind ganz notwendig oft undankbar.

    Rahel Varnhagen von Ense

  16. Liebe ist die größte Überzeugung. Ist diese zu überwinden, so lieben wir nicht mehr.

    Rahel Varnhagen von Ense

  17. Jeder, der nur einmal seine Überzeugung in sich zum Schweigen bringt, ist unrein, geistlos, zu allem Schlechten fähig; denn die Möglichkeit und der Anfang ist da!

    Rahel Varnhagen von Ense

  18. Das Alltägliche genügt, um es zu tun. Soll man auch noch davon reden?

    Philipp Otto Runge

  19. Wer ein Wohltat nicht mit Dankbarkeit vergilt, trübt selbst die Quelle sich, die ihm den Durst gestillt.

    Friedrich Julius Hammer

  20. Eine Gesellschaft von Schafen muss mit der Zeit eine Regierung von Wölfen hervorbringen.

    Juvenal