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Sprüche über Gleichgültigkeit

531 Sprüche — Seite 3

Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.

Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.

  1. Man soll sich nicht über Dinge ärgern. Denn das ist ihnen völlig egal.

    Euripides

  2. Je älter man wird, mit desto weniger Bewußtsein lebt man. Die Dinge eilen vorüber, ohne Eindruck zu machen.

    Arthur Schopenhauer

  3. Wer alle Dinge auf die leichte Schulter nimmt, wird viele Schwierigkeiten haben.

  4. Man erschrickt nur vor Drohungen; mit vollendeten Tatsachen findet sich der Mensch schnell ab.

    Oswald Spengler

  5. Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen

    Platon

  6. Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen, Eisen schmieden. Aber mit Menschen kann man nicht ohne Liebe umgehen.

    Leo Tolstoi

  7. Noch nie war die Welt mit soviel Gehirn vollgestopft wie heute und noch nie so leer an Liebe und Ehrlichkeit.

    John Knittel

  8. Macht ist die Fähigkeit nicht zuhören zu müssen, weil man das Sagen hat.

  9. Wir alle schreiten durch die Gasse, aber nur einige wenige blicken zu den Sternen auf.

    Oscar Wilde

  10. Unsere Generation wird nicht so sehr die Untaten böser Menschen zu beklagen haben als vielmehr das erschreckende Schweigen der guten

    Martin Luther King

  11. Wer als Junge ein Vogelnest zerstört, der brennt im Alter Dörfer nieder.

  12. Infolge langer Erfahrung hat man aufgehört, viel von den Menschen zu erwarten.

    Arthur Schopenhauer

  13. Die Welt ist viel zu gefährlich um darin zu leben - nicht wegen der Menschen, die Böses tun, sondern wegen der Menschen, die daneben stehen und sie gewähren lassen.

    Albert Einstein

  14. Mancher denkt gar nichts. Das erspart es ihm, falsch zu denken

    Antoine de Saint-Exupéry

  15. Es ist gut, die Sorgen so zu behandeln, als ob sie nicht da wären: das einzige Mittel, ihnen ihre Wichtigkeit zu nehmen.

    Rainer Maria Rilke

  16. Zuletzt aber ist es gleichgültig, ob der Herde eine Meinung befohlen wird oder fünf Meinungen gestattet sind- wer von den fünf öffentlichen Meinungen abweicht und beiseite tritt, hat immer die ganze H …

    Friedrich Nietzsche

  17. Freundschaften zerbrechen nicht, Freundschaften welken.

  18. Wer auf sein Glück ein Leben lang wartet, der wartet oft vergebens. Man kann zu seinem Glück durchaus selbst die Wege ebnen.

  19. Eine große Stadt bedeutet große Einsamkeit.

    Erasmus von Rotterdam

  20. Wer sich zwischen den Sternen bewegt, kann über die kostbaren Fussböden der Reichen nur lächeln.

    Seneca