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Sprüche über Gleichgültigkeit

531 Sprüche — Seite 8

Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.

Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.

  1. Was sich nicht verkaufen lässt, will ich nicht erfinden.

    Thomas Alva Edison

  2. Ich wäre lieber ein armer Mann in einer Dachkammer voller Bücher als ein König, der nicht lesen mag.

    Thomas Babington Macaulay

  3. Nichts ist so unnütz wie ein allgemeiner Grundsatz.

    Thomas Babington Macaulay

  4. Zwei Dinge sollte ein Mensch nie beklagen: das, was er ändern kann, und das, was er nicht ändern kann.

    Thomas Fuller

  5. Es gibt eine Grenze, wo Zurückhaltung aufhört, eine Tugend zu sein.

    Edmund Burke

  6. Man muss aufhören können zu fragen. Im Täglichen wie im Ewigen.

    Christian Morgenstern

  7. Ich kümmere mich um meine eigenen Angelegenheiten, aber vergiss nicht: Wenn es etwas gibt, was die Welt hasst so ist es eine Frau, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmert.

    Jane Calamitiy

  8. Was kümmert die Kirche die Tyrannei missratener Könige, sofern sie an deren Macht teilhat!

    Claude-Adrien Helvetius

  9. Sein Herz an Menschen zu hängen, denen man nichts bedeutet, ist Selbstverletzung.

    Else Pannek

  10. Manche Menschen gehen mit dem Geld um, als müsste es vernichtet werden.

    Else Pannek

  11. Ein Teil des Lebens geht zu Grunde, so oft eine Stunde verschleudert wird.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  12. Wenn der Tor seinen Brei nur hat, was kümmert ihn dann Kirch' und Staat.

    Bernhard Freidank

  13. Einen Namen hat man, wenn man keinen Wert mehr auf seine Titel legt.

    Anton Graff

  14. Wie oft verglimmen die gewaltigsten Kräfte, weil kein Wind sie anbläst.

    Jeremias Gotthelf

  15. Erst durch das Lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.

    Wilhelm Raabe

  16. Denn was von mir ein Esel spricht, das acht' ich nicht!

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  17. Halbes Studium ist gefährlicher als die rohe Unbefangenheit des Talents

    Otto Ludwig

  18. Leichtsinnig sind die meisten bei der Erforschung der Wahrheit und geben sich mit den ersten besten Nachrichten zufrieden

    Thukydides

  19. Das Leben eines Entwurzelten scheint mir viel weniger verächtlich, als das Leben eines Menschen, der sich der Tyrannei des Durchschnitts abfindet

    James Joyce

  20. Die Lektüre der "großen Werke" oder der angeblich großen Werke führt zu dem Glauben, man könne weiterkommen als sie. Die Lektüre der anderen, man könne ohne sie auskommen.

    Henry de Montherlant