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Sprüche über Gleichgültigkeit

531 Sprüche — Seite 2

Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.

Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.

  1. Der Mächtigere in einer Verbindung ist immer der, der weniger liebt.

    Eleonora Duse

  2. Die meisten Menschen haben keine Meinung; sie muss durch Druck von außen in sie hineingepresst werden.

    José Ortega y Gasset

  3. Ich verzichte auf alle Weisheit, die nicht weinen, auf alle Philosophie, die nicht lachen, auf alle Größe, die sich nicht beugen kann - im Angesicht von Kindern.

    Khalil Gibran

  4. Forsche jetzt nicht nach den Antworten, die dir nicht gegeben werden können, weil du sie nicht leben kannst. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Lebe jetzt die Fragen, vielleicht lebst du …

    Rainer Maria Rilke

  5. Reichtum macht das Herz schneller hart als kochendes Wasser ein Ei.

    Ludwig Börne

  6. Gewissen Menschen gegenüber kann man seine Intelligenz nur auf eine Art beweisen, nämlich, indem man nicht mehr mit ihnen redet.

    Arthur Schopenhauer

  7. Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen

    Albert Einstein

  8. Du kannst keinen Ozean überqueren, indem du einfach nur aufs Wasser starrst.

    Rabindranath Tagore

  9. Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben

    Johann Wolfgang von Goethe

  10. Die Natur ist unerbittlich und unveränderlich, und es ist ihr gleichgültig, ob die verborgenen Gründe und Arten ihres Handelns dem Menschen verständlich sind oder nicht.

    Galileo Galilei

  11. Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.

    Friedrich Nietzsche

  12. Unsere Zeit ist so aufregend, dass man die Menschen eigentlich nur noch mit Langeweile schockieren kann.

    John Steinbeck

  13. Man sieht oft etwas hundertmal, tausendmal, ehe man es zum ersten Male wirklich sieht.

    Christian Morgenstern

  14. Dankbarkeit ist in den Himmel gestiegen und hat die Leiter mitgenommen.

  15. An einem offenen Paradiesgärtchen geht der Mensch gleichgültig vorbei und wird erst traurig, wenn es verschlossen ist.

    Gottfried Keller

  16. Der Durchschnittsmensch, der nicht weiß, was er mit diesem Leben anfangen soll, wünscht sich ein anderes, das ewig dauern soll

    Anatole France

  17. Mancher Mensch hat weniger Klugheit als ein Tier und denkt nicht ans Alter, bis es da ist.

    Daniel Defoe

  18. Es gibt nur einen Weg zum Glück und der bedeutet, aufzuhören mit der Sorge um Dinge, die jenseits unseres Einflussvermögens liegen.

    Epiktet

  19. Man soll sich nicht über Dinge ärgern. Denn das ist ihnen völlig egal.

    Euripides

  20. Bloßes Ignorieren ist noch keine Toleranz.

    Theodor Fontane