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Sprüche über Gleichgültigkeit

531 Sprüche — Seite 4

Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.

Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.

  1. Was wahr ist, ist weder gut noch böse, sondern einfach nur wahr.

    Rabindranath Tagore

  2. Je verbreiteter die Geselligkeit, desto frostiger die Herzen.

    Karl Julius Weber

  3. Das Leben ist schwer. Ein Grund mehr, es auf die leichte Schulter zu nehmen.

    Emil Gött

  4. Ruhm gleicht dem Geschenk einer Perlenkette. Es ist angenehm, aber nach einer Weile, wenn man überhaupt darüber nachdenkt, fragt man sich nur, ob sie echt oder künstlich ist.

    William Somerset Maugham

  5. Ein Mensch, der für nichts zu Sterben gewillt ist, verdient es nicht zu leben

    Martin Luther King

  6. Es ist keine Kunst, geistreich zu sein, wenn man vor nichts Respekt hat.

    Johann Peter Eckermann

  7. Anerkennung braucht jedermann. Alle Eigenschaften können durch eine tote Gleichgültigkeit der Umgebung zugrunde gerichtet werden.

    Carl Leberecht Immermann

  8. Darum beneide ich die Tiere - sie wissen nicht, was über sie geredet wird.

    Voltaire

  9. Es gibt Schwestern, die geben dem Patienten Morphium, damit dieser Ruhe habe - und es gibt Schwestern, die geben dem Patienten Morphium, damit sie Ruhe haben.

    Carl Ludwig Schleich

  10. Blumen anschauen hat etwas Beruhigendes: Sie kennen weder Emotionen noch Konflikte.

    Sigmund Freud

  11. Gücklicherweise kann der Mensch nur einen gewissen Grad des Unglücks fassen; was darüber hinausgeht, vernichtet ihn oder lässt ihn gleichgültig.

    Johann Wolfgang von Goethe

  12. Auch Schlafen ist eine Form der Kritik, vor allem im Theater

    George Bernard Shaw

  13. Wer denkt mitten im Strom noch an die Quelle?

  14. Sei unbekümmert um die Zukunft - es gibt keine. Wenn du in jeder Minute rein und voll und ohne Langeweile lebst, so gibt es nur eine gegenwärtige Ewigkeit.

    Clemens Brentano

  15. Gottes Schutz scheint uns entbehrlich, solange wir ihn besitzen.

    Antonius von Padua

  16. Alles, was Du in diesem Leben benötigst, ist Ignoranz und Zuversicht, dann ist der Erfolg Dir sicher.

    Mark Twain

  17. Es gibt Leute, deren Geist immer Ferien hat.

    Peter Sirius

  18. Ein Mensch, der die Natur nicht liebt, enttäuscht mich; fast misstraue ich ihm.

    Otto von Bismarck

  19. Die Gleichgültigkeit ist wie das Eis an den Polen: Sie tötet alles.

    Honoré de Balzac

  20. Wir sind verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun.

    Voltaire