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Sprüche über Menschheit

385 Sprüche — Seite 12

Wer von der Menschheit spricht, meint mehr als die Summe einzelner Menschen. In diesem großen Begriff liegen Größe und Versagen, gemeinsamer Ursprung und geteilte Verantwortung, Kulturleistung und Selbstzerstörung zugleich. Deshalb besitzt dieses Thema einen weiten Horizont und eine ernste moralische Schwere.

Sein Gewicht wird besonders dort spürbar, wo Unterschiede zurücktreten und das Gemeinsame in den Vordergrund rückt. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Verbundenheit, Würde und Zukunft und machen deutlich, wie sehr das Schicksal aller miteinander verknüpft bleibt.

  1. Jede Nation ist im Ausland hauptsächlich durch ihre Untugenden bekannt

    Joseph Conrad

  2. Wir sind geboren, um gemeinsam zu leben, und unsere Gesellschaft ähnelt einem Gewölbe, in dem Steine einander am Fallen hindern.

    Seneca

  3. Der Mensch ist von einer Kompliziertheit, die nur Individualitäten zuläßt.

    Friedrich Dürrenmatt

  4. Je dümmer, je unsittlicher es ist, was die Menschen tun, um so feierlicher wirkt es.

    Leo Tolstoi

  5. In der Kindheit beschränkt sich unsere Liebe auf Eltern, Geschwister und Schulkameraden, in der Jugend aufs Geschlecht. Im mittleren Alter lieben wir Vaterland, Ehren, Studien, im Alter die Menschhe …

    Karl Julius Weber

  6. Es gibt viel Gutes, das zwar von einem klugen Mann erkannt wird, aber doch keine so auffälligen Gründe hat, um andere von seiner Richtigkeit überzeugen zu können.

    Nicolaus Machiavelli

  7. Die glücklichen Zeiten der Menschheit sind die leeren Blätter im Buch der Geschichte.

    Leopold von Ranke

  8. Jede einem Menschen zugefügte Beleidigung, geleichgültig, welcher Rasse er angehört, ist eine Herabwürdigung der ganzen Menschheit.

    Albert Camus

  9. Das Fortrücken in der Kalenderjahrzahl macht wohl den Menschen, aber nicht die Menschheit reifer.

    Johann Peter Hebel

  10. Es ist eine bekannte Tatsache, dass man mit gewissen Schlagworten der leichtgläubigen Menge nach Belieben Sand in die Augen streuen kann

    Bertha Freifrau von Suttner

  11. Wer den Glauben an sich selbst bewahrt, verliert auch nicht den Glauben an die Menschen

  12. Denn es liegt, so wie wir beschaffen sind, nicht in unserer Macht, die Schranken zu durchbrechen, welche uns von der Erkenntnis der Welt trennen.

    Helene von Druskowitz

  13. Habt Ehrfurcht vor dem Baum, er ist ein einziges großes Wunder, euren Vorfahren war er heilig. Die Feindschaft gegen den Baum ist ein Zeichen der Minderwertigkeit eines Volkes und von niederer Gesinnu …

    Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  14. Erst das Leiden hat der Menschheit das Gefühl der Religion, den Gedanken eines Gottes erschaffen.

    Stefan Zweig

  15. Die Demokratie schafft kein starkes Band zwischen den Menschen. Sie erleichtert ihnen aber den Umgang miteinander.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  16. Es gibt zwei Arten guter Menschen: Die Toten und die Ungeborenen.

  17. Die Geschichte ist meistens die Schande des Menschengeschlechts.

    Johann Gottfried Seume

  18. Der Mensch zerfällt in zwei Teile. Einen männlichen, der nicht denken will, und einen weiblichen, der nicht denken kann.

    Kurt Tucholsky

  19. Die häuslichen Freuden der Menschen sind die schönsten der Erde, und die Freuden der Eltern über ihre Kinder ist die heilige Freude der Menschheit.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  20. Ich glaube an den Fortschritt. Ich glaube, die Menschheit ist zur Glückseligkeit bestimmt.

    Christian Johann Heinrich Heine