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Sprüche über Menschheit

385 Sprüche — Seite 5

Wer von der Menschheit spricht, meint mehr als die Summe einzelner Menschen. In diesem großen Begriff liegen Größe und Versagen, gemeinsamer Ursprung und geteilte Verantwortung, Kulturleistung und Selbstzerstörung zugleich. Deshalb besitzt dieses Thema einen weiten Horizont und eine ernste moralische Schwere.

Sein Gewicht wird besonders dort spürbar, wo Unterschiede zurücktreten und das Gemeinsame in den Vordergrund rückt. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Verbundenheit, Würde und Zukunft und machen deutlich, wie sehr das Schicksal aller miteinander verknüpft bleibt.

  1. Das öffentliche Wohl besteht aus dem Glück jedes einzelnen.

    Albert Camus

  2. Vertrauen ist der größte Ansporn, fehlt das, so fehlt alles. All diese Erfindungen zur Vernichtung des Menschengeschlechts finde ich scheußlich.

    Maria Theresia von Österreich

  3. Wer die Welt rettet, rettet sich selbst.

    Julian Scharnau

  4. Die Welt ist nicht die Welt nur eines Menschen.

  5. Die Verantwortung jedes einzelnen für die ganze Menschheit betrachte ich als universelle Religion

    Dalai Lama

  6. Je mehr Macht die Menschen haben, um so mehr mißbrauchen sie diese und werden übermütig.

    Nicolaus Machiavelli

  7. Und obschon die Welt voll Narren ist, so ist keiner darunter, der es von sich dächte, ja nur argwöhnte.

    Baltasar Gracián y Morales

  8. Der einzelne kann sich vervollkommnen. Aber die Menschheit als ganzes wird weder besser noch schlechter.

    Denis Diderot

  9. Wenn die Gesellschaft so fortfährt, wird in zweitausend Jahren nichts mehr da sein, kein Grashalm, kein Baum; sie wird die Natur aufgefressen haben.

    Gustave Flaubert

  10. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr fühle ich, dass es nichts gibt, was wahrhaft künstlerischer wäre, als die Menschheit zu lieben.

    Vincent van Gogh

  11. Die Freude und die Schönheit ist kein Privilegium der Gelehrten, der Adeligen und der Reichen, sie ist ein heiliges Eigentum der Menschheit.

    Friedrich von Schlegel

  12. Es erweist sich, daß das, was Weltkenntnis genannt wird, die Menschen eher schlauer als gut macht.

    Samuel Johnson

  13. Wer im Verkehr mit Menschen die Manieren einhält, lebt von seinen Zinsen, wer sich über sie hinwegsetzt, greift sein Kapital an

    Hugo von Hofmannsthal

  14. Selbstliebe ist das stärkste, heiligste Band, welches uns mit der Menschheit verbindet und zusammenhält.

    Heinrich Martin

  15. Der Friede ist der Ernstfall in dem wir uns zu bewähren haben.

    Gustav Walter Heinemann

  16. Obwohl die Menschen sich auf ihre grossen Taten etwas zugute tun, sind diese doch oft nicht Resultate eines grossen Planes, sondern des Zufalls.

    François de la Rochefoucauld

  17. Man ist ja von Natur kein Engel, vielmehr ein Welt- und Menschenkind, und ringsumher ist ein Gedrängel von solchen, die dasselbe sind.

    Wilhelm Busch

  18. Ehrliche Arbeit ist wichtiger als Krieg zu führen, und nur ehrliche Arbeit schafft gute Bürger

    John Reed

  19. Alle Menschen neigen zum Irrtum; und die meisten von Ihnen sind in vielerlei Hinsicht der Versuchung des Irrtums durch Leidenschaft oder Interesse ausgesetzt

    John Locke

  20. Jede Gesellschaft bekommt die Revolution, die sie verdient

    Michail Bakunin