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Sprüche über Menschheit

385 Sprüche — Seite 15

Wer von der Menschheit spricht, meint mehr als die Summe einzelner Menschen. In diesem großen Begriff liegen Größe und Versagen, gemeinsamer Ursprung und geteilte Verantwortung, Kulturleistung und Selbstzerstörung zugleich. Deshalb besitzt dieses Thema einen weiten Horizont und eine ernste moralische Schwere.

Sein Gewicht wird besonders dort spürbar, wo Unterschiede zurücktreten und das Gemeinsame in den Vordergrund rückt. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Verbundenheit, Würde und Zukunft und machen deutlich, wie sehr das Schicksal aller miteinander verknüpft bleibt.

  1. Wir wurden nicht aus dem Paradies vertrieben. Es war umgekehrt, wir haben das Paradies vertrieben.

    Else Pannek

  2. Der Umgang mit Lebewesen hinterlässt Spuren im Seelenleben.

    Else Pannek

  3. Worte öffnen Wege. Sie sind der Schlüssel zur Seele und die Brücke zum Nächsten.

    Else Pannek

  4. Immer wo ein Staat gedeiht, hat der Gehorsam ihm das Haus gebaut

    Sophokles

  5. Einem Land, in dem die Blumen teuer sind, fehlt die Grundlage der Kultur.

  6. Was die Theologen auch sagen mögen: Die Menscheit hat im ganzen viel mehr Tugenden als Laster.

    Henry Thomas Buckle

  7. In jedem Menschen steckt etwas von einem Komödianten und Profitjäger.

    Karel Capek

  8. Kontrolliert euren Appetit, ihr Lieben, und ihr habt die menschliche Natur erobert

    Charles John Huffam Dickens

  9. Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, dass man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird

    H. L. Mencken

  10. Alles, was der Gesellschaft, das heißt dem Menschengeschlecht und der Welt nützt, ist ehrenvoll, alles, was ihr schädlich ist, schändlich.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  11. Die Menschen leben vom Versprechen.

    Thomas Chandler Haliburton

  12. Unsere Kultur ist wirklich fortgeschritten, wir fressen einander nicht, wir schlachten uns bloß.

    Georg Christoph Lichtenberg

  13. Eine große Landstraß' ist unsere Erd, wir Menschen sind Passagiere.

    Christian Johann Heinrich Heine

  14. Auch das Tier liebt sein Junges. Eine Seelen- und nicht Blutsverwandtschaft kennt nur der Mensch.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  15. Der Weg der neueren Menschheit geht von der Humanität durch die Nationalität zur Bestialität.

    Franz Grillparzer

  16. Das Glück des tätigen Lebens liegt im Wirken der Klugheit, durch die der Mensch sich selbst und andere regiert.

    Thomas von Aquin

  17. Viel Obst ist ungesund; wir kauen alle dran, was eines Apfels Kost für Leid uns angetan.

    Friedrich von Logau

  18. Es ist ein allgemeiner Fehler der Menschen, nicht in den Zeiten der Meeresstille mit dem Sturm zu rechnen.

    Nicolaus Machiavelli

  19. Ich habe oft gedacht, wie traurig diese Welt ohne Kinder wäre, und wie unmenschlich ohne die Alten.

    Samuel Taylor Coleridge

  20. Der Mensch schafft Reichtum, aber nicht der Reichtum Menschen