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Sprüche über Menschheit

385 Sprüche — Seite 7

Wer von der Menschheit spricht, meint mehr als die Summe einzelner Menschen. In diesem großen Begriff liegen Größe und Versagen, gemeinsamer Ursprung und geteilte Verantwortung, Kulturleistung und Selbstzerstörung zugleich. Deshalb besitzt dieses Thema einen weiten Horizont und eine ernste moralische Schwere.

Sein Gewicht wird besonders dort spürbar, wo Unterschiede zurücktreten und das Gemeinsame in den Vordergrund rückt. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Verbundenheit, Würde und Zukunft und machen deutlich, wie sehr das Schicksal aller miteinander verknüpft bleibt.

  1. Fabriken in Städten sind Verbrechen am Volke

    Carl Ludwig Schleich

  2. Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.

    Mark Twain

  3. Durch schlechte Köchinnen, durch vollkommenden Mangel an Vernunft in der Küche, ist die Entwicklung der Menschheit am längsten aufgehalten, am schlimmsten beeinträchtigt worden.

    Friedrich Nietzsche

  4. Manche Menschen gelten nur deshalb etwas in der Welt, weil ihre Fehler die Fehler der Gesellschaft sind.

    François de la Rochefoucauld

  5. Was die Familie stärkt, stärkt auch die Gesellschaft

  6. Die Menschen unterscheiden sich durch das, was sie zeigen, und gleichen sich durch das, was sie verbergen.

    Paul Valéry

  7. Wo der Wein fehlt, da ist der Himmel der Menschheit wüst und leer, da stirbt der Reiz der Venus

    Euripides

  8. Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt.

    Rudyard Kipling

  9. Ein ehrlicher Mensch ist in Gottes Augen für die menschliche Gesellschaft wertvoller als alle gekrönten Raufbolde, die je gelebt haben.

    Thomas Paine

  10. Jede Zeit hat ihre Aufgabe, und durch die Lösung derselben rückt die Menschheit weiter. Aber ach! Jeder Zoll, den die Menschheit weiter rückt, kostet Ströme Blutes.

    Christian Johann Heinrich Heine

  11. Wenn der Mensch plötzlich tugendhaft würde, so müssten viele Tausende verhungern

    Georg Christoph Lichtenberg

  12. Die Menschen fürchten den Tod, wie Kinder sich fürchten, im Dunkeln zu gehen

    Francis Bacon

  13. Das Gewissen eines jeden Bürgers ist sein Gesetz.

    Thomas Hobbes

  14. Für die Menschen gibt es nichts Überzeugenderes als die Erfolge, willig beugen sie sich dem Glücke und dem Ruhm.

    Leopold von Ranke

  15. Ein Volk, das seine eigene Sprache verlernt, gibt sein Stimmrecht in der Menschheit auf und ist zur stummen Rolle auf der Völkerbühne verwiesen.

    Friedrich Ludwig Jahn

  16. Muss denn nicht jeder bittere Erfahrungen in der Welt machen, um die Welt kennenzulernen?

    Jakob Michael R. Lenz

  17. Kinder sind nicht nur Gegenstand der Erziehung, es sind himmlische Wegweiser, Muster, Engelsbilder des unverdorbenen Menschentums und einer heiligen Natur in uns.

    Bogumil Goltz

  18. Der Mensch war immer Mensch, voll Unvollkommenheit.

    Johan Peter Uz

  19. Ich habe immer gedacht, dass man das Menschengeschlecht bessere, wenn man die Jugend bessert.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  20. Alle Dinge müssen; der Mensch allein ist das Wesen, welches will.

    Eckhart von Hochheim