Sprüche über Menschheit
385 Sprüche — Seite 7
Wer von der Menschheit spricht, meint mehr als die Summe einzelner Menschen. In diesem großen Begriff liegen Größe und Versagen, gemeinsamer Ursprung und geteilte Verantwortung, Kulturleistung und Selbstzerstörung zugleich. Deshalb besitzt dieses Thema einen weiten Horizont und eine ernste moralische Schwere.
Sein Gewicht wird besonders dort spürbar, wo Unterschiede zurücktreten und das Gemeinsame in den Vordergrund rückt. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Verbundenheit, Würde und Zukunft und machen deutlich, wie sehr das Schicksal aller miteinander verknüpft bleibt.
Fabriken in Städten sind Verbrechen am Volke
— Carl Ludwig Schleich
Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.
— Mark Twain
Durch schlechte Köchinnen, durch vollkommenden Mangel an Vernunft in der Küche, ist die Entwicklung der Menschheit am längsten aufgehalten, am schlimmsten beeinträchtigt worden.
— Friedrich Nietzsche
Manche Menschen gelten nur deshalb etwas in der Welt, weil ihre Fehler die Fehler der Gesellschaft sind.
— François de la Rochefoucauld
Was die Familie stärkt, stärkt auch die Gesellschaft
Die Menschen unterscheiden sich durch das, was sie zeigen, und gleichen sich durch das, was sie verbergen.
— Paul Valéry
Wo der Wein fehlt, da ist der Himmel der Menschheit wüst und leer, da stirbt der Reiz der Venus
— Euripides
Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt.
— Rudyard Kipling
Ein ehrlicher Mensch ist in Gottes Augen für die menschliche Gesellschaft wertvoller als alle gekrönten Raufbolde, die je gelebt haben.
— Thomas Paine
Jede Zeit hat ihre Aufgabe, und durch die Lösung derselben rückt die Menschheit weiter. Aber ach! Jeder Zoll, den die Menschheit weiter rückt, kostet Ströme Blutes.
— Christian Johann Heinrich Heine
Wenn der Mensch plötzlich tugendhaft würde, so müssten viele Tausende verhungern
— Georg Christoph Lichtenberg
Die Menschen fürchten den Tod, wie Kinder sich fürchten, im Dunkeln zu gehen
— Francis Bacon
Das Gewissen eines jeden Bürgers ist sein Gesetz.
— Thomas Hobbes
Für die Menschen gibt es nichts Überzeugenderes als die Erfolge, willig beugen sie sich dem Glücke und dem Ruhm.
— Leopold von Ranke
Ein Volk, das seine eigene Sprache verlernt, gibt sein Stimmrecht in der Menschheit auf und ist zur stummen Rolle auf der Völkerbühne verwiesen.
— Friedrich Ludwig Jahn
Muss denn nicht jeder bittere Erfahrungen in der Welt machen, um die Welt kennenzulernen?
— Jakob Michael R. Lenz
Kinder sind nicht nur Gegenstand der Erziehung, es sind himmlische Wegweiser, Muster, Engelsbilder des unverdorbenen Menschentums und einer heiligen Natur in uns.
— Bogumil Goltz
Der Mensch war immer Mensch, voll Unvollkommenheit.
— Johan Peter Uz
Ich habe immer gedacht, dass man das Menschengeschlecht bessere, wenn man die Jugend bessert.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Alle Dinge müssen; der Mensch allein ist das Wesen, welches will.
— Eckhart von Hochheim