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Sprüche über Tod

267 Sprüche — Seite 2

Kein Gedanke stellt das Leben so endgültig in Frage wie der Tod. Er markiert Grenze und Geheimnis zugleich, nimmt Gewissheiten fort und zwingt dazu, über Endlichkeit, Sinn und das Bleibende nachzudenken. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten und ältesten Gegenständen menschlicher Besinnung.

Seine Schwere liegt nicht nur im Ende selbst, sondern auch in dem, was er im Leben vorauswirft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Furcht, Würde, Abschied und Transzendenz und zeigen, wie eng Todesgedanke und Lebensdeutung miteinander verbunden sind.

  1. Die Sonne sank, bevor es Abend wurde.

  2. Das, was dem Leben Sinn verleiht, gibt auch dem Tod Sinn.

    Antoine de Saint-Exupéry

  3. Für alles gibt es eine Arznei ausser gegen Tod und Steuern

  4. Menschlich gesprochen hat auch der Tod sein Gutes: Er setzt dem Alter ein Ziel.

    Jean de la Bruyère

  5. Wir sind sterblich, wo wir lieblos sind; unsterblich, wo wir lieben.

    Karl Theodor Jaspers

  6. Ich fürchte den Tod nicht; was ich in Gottes Auge gelte, weiß ich; ich bin ein armer Sünder, nur das Verdienst meines Erlösers wird mir die ewige Seligkeit erwerben.

    Heinrich Friedrich Karl vom Stein

  7. Gleichheit beginnt im Grabe

  8. Lass mich schlafen, bedecke nicht meine Brust mit Weinen und Seufzen, sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen, sondern schließe deine Augen, und du wirst mich unter euch sehen, jetzt und i …

    Khalil Gibran

  9. Unsere Toten sind nicht abwesend sondern nur unsichtbar. Sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer.

    Augustinus

  10. Den Tod fürchten die am wenigsten, deren Leben den meisten Wert hat.

    Immanuel Kant

  11. Der Tod ist nur dann schlimm, wenn man sein Lebtag auf das Glück gewartet hat, und es ist nicht gekommen.

    Hermann Sudermann

  12. Menschliche Wertschätzung kann sogar infolge kleinlicher Ursachen eines Tages in Haß umschlagen, göttliche Liebe jedoch ist unveränderlich, nur der Tod vermag sie aufzuheben.

    Konfuzius

  13. Der Wein ist die Erquickung des Herzens, wenn er aber ohnmässig getrunken wird, ist er der Tod der Seele.

    Abraham a Sancta Clara

  14. Der menschliche Geist kann mit dem Körper nicht absolut zerstört werden, sondern es bleibt von ihm etwas übrig, das ewig ist.

    Baruch de Spinoza

  15. Die Heiterkeit und der Lebensmut unserer Jugend beruht zum Teil darauf, dass wir, bergauf gehend, den Tod nicht sehen, weil er am Fuß der anderen Seite des Berges liegt.

    Arthur Schopenhauer

  16. Tief im Herzen strahlt ein Licht, das der Tod nicht nehmen kann.

  17. Denn Liebe, sagt man, ist nur Hoffen und wird, gewährt, vom Tod betroffen.

    Carl Leberecht Immermann

  18. Alle Tragödien beendet der Tod, alle Komödien die Ehe

    Lord Byron

  19. Oft denke ich an den Tod, den herben, und wie am End' ich's ausmach?! Ganz sanft im Schlafe möcht' ich sterben und tot sein, wenn ich aufwach!

    Karl Spitzweg

  20. Wunderbare Verwandlung. Die starken, tätigen Hände sind dir gebunden. Ohnmächtig, einsam siehst du das Ende deiner Tat. Doch atmest du auf und legst das Rechte still und getrost in stärkere Han …

    Dietrich Bonhoeffer