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Sprüche über Tugend

368 Sprüche — Seite 12

Was einen Menschen innerlich ehrt, erschöpft sich nicht in Talent, Erfolg oder Ansehen. Tugend bezeichnet jene geformte Haltung, in der sich Charakter, Maß und sittliche Verlässlichkeit zeigen. Deshalb wirkt dieses Thema zwar alt, berührt aber bis heute die Frage, woran wahre menschliche Größe zu erkennen ist.

Ihr Kern liegt nicht in äußerer Strenge oder Selbstgeißelung, sondern in der beständigen, oft stillen Übung des Guten – besonders dort, wo kein Beifall wartet. Eine tugendhafte Haltung zeigt sich am deutlichsten in kleinen, unbemerkten Entscheidungen und nicht erst auf der großen Bühne.

  1. Jede Nation ist im Ausland hauptsächlich durch ihre Untugenden bekannt

    Joseph Conrad

  2. Die Tugend adelt mehr als das Geblüt.

  3. Die Wahrheit ist die Grammatik des Lebens und die Ehre ein Examen mit Nr. 1.

    Bogumil Goltz

  4. Jeder Mensch hat ein Gewissen. Es mahnt ihn, er soll nichts fürchten und soll nichts versäumen, was das Herz von ihm fordert.

    Bettina von Arnim

  5. Die beste Frau ist die, von der man am wenigsten spricht.

    Thukydides

  6. Der erste Schritt zum Laster ist der letzte auf der Bahn der Tugend und der wahren Glückseligkeit.

    Joachim Heinrich Campe

  7. In moralischer Beziehung ist der Mann öfter und länger Mann, als die Frau Frau ist.

    Honoré de Balzac

  8. Tugend will ermuntert sein, Bosheit kann man schon allein!

    Wilhelm Busch

  9. Lügen ist nur dann ein Laster, wenn es Böses stiftet, dagegen eine sehr große Tugend, wenn dadurch Gutes bewirkt wird.

    Voltaire

  10. Wenn Du Deinen Kindern viel Reichtum hinterlassen willst, dann gib sie in Gottes Fürsorge und hinterlass ihnen nicht Reichtümer, sondern Tugenden und Qualifikationen.

    Johannes Chrysostomos

  11. Je dümmer, je unsittlicher es ist, was die Menschen tun, um so feierlicher wirkt es.

    Leo Tolstoi

  12. Bescheidenheit kann schwerlich als Tugend bezeichnet werden. Sie ist mehr ein Gefühl als eine Neigung. Sie ist eine Art Furcht, dem üblen Ruf zu verfallen.

    Aristoteles

  13. Es wachsen Glaube und Unschuld nur am Baume der Kindheit noch; jedoch sie währen nicht.

    Dante Alighieri

  14. Gute Nacht, Tugend: hab ich Geld, so bin ich lieb.

  15. Das Laster ist die Natur des Menschen; die Tugend ist die Gewohnheit oder Maske.

    William Hazlitt

  16. Das Geheimnis der Tugend ist die Gewohnheit

    Ludwig Andreas Feuerbach

  17. Unser letzter Zweck ist die Glückseligkeit, aber das einzige geeignete Mittel für diesen Zweck ist die Tugend und Geistesbildung.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  18. Demut ist keine Tugend, das heißt, sie entspricht nicht der Vernunft.

    Baruch de Spinoza

  19. Man sollte es nicht für möglich halten, aber auch die Tugenden müssen ihre Grenzen haben

    Immanuel Kant

  20. Für Männer geht Wissen über Tugend, für Frauen heißt Tugend: dem Wissen entsagen.