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Sprüche über Tugend

368 Sprüche — Seite 4

Was einen Menschen innerlich ehrt, erschöpft sich nicht in Talent, Erfolg oder Ansehen. Tugend bezeichnet jene geformte Haltung, in der sich Charakter, Maß und sittliche Verlässlichkeit zeigen. Deshalb wirkt dieses Thema zwar alt, berührt aber bis heute die Frage, woran wahre menschliche Größe zu erkennen ist.

Ihr Kern liegt nicht in äußerer Strenge oder Selbstgeißelung, sondern in der beständigen, oft stillen Übung des Guten – besonders dort, wo kein Beifall wartet. Eine tugendhafte Haltung zeigt sich am deutlichsten in kleinen, unbemerkten Entscheidungen und nicht erst auf der großen Bühne.

  1. Moralisch ist, wonach man sich gut fühlt. Unmoralisch ist, wonach man sich schlecht fühlt.

    Ernest Miller Hemingway

  2. Der edle Mensch mag gelegentlich das Prinzip der Menschenliebe verletzen; der Gemeine jedoch hat noch nie an das Prinzip der Menschenliebe geglaubt.

    Konfuzius

  3. Tugend ist wie ein kostbarer Stein - am besten in einfacher Fassung.

    Francis Bacon

  4. Für einen guten und edlen Menschen ist nicht nur die Liebe des Nächsten eine heilige Pflicht, sondern auch die Barmherzigkeit gegen vernunftlose Geschöpfe.

    Isaac Newton

  5. Klugheit und Güte ziehen es vor, ohne Maske aufzutreten.

    Arthur Schnitzler

  6. Kraft ist die Moral der Menschen, die sich vor anderen auszeichnen.

    Ludwig van Beethoven

  7. Erst kommt das Fressen, dann die Moral.

    Bertolt Brecht

  8. Gut sein ist edel. Andere lehren, gut zu sein, ist noch edler. Und leichter.

    Mark Twain

  9. Das sind die drei seligen Tugenden, die in der wahren Liebe gründen: Geduld, Stärke, Beharrlichkeit.

    Katharina von Siena

  10. Überhaupt wirkt das Beispiel als ein Beförderungsmittel der guten und schlechten Charaktereigenschaften: Aber es schafft sie nicht.

    Arthur Schopenhauer

  11. Über allen anderen Tugenden steht eines: das beständige Streben nach oben, das Ringen mit sich selbst, das unersättliche Verlangen nach größerer Reinheit, Weisheit, Güte und Liebe.

    Johann Wolfgang von Goethe

  12. Nicht in dem Großen liegt das Gute, sondern in dem Guten liegt das Große.

    Zenon von Kition

  13. Welch Unglück, dass das gute Gewissen ein sanftes Ruhekissen ist. Solch Komfort lockt die Tugend, reichlich oft zu schlafen.

    Emil Gött

  14. Gewohnheit heißt die große Lenkerin des Lebens. Daher sollen wir uns auf alle Weise erstreben, gute Gewohnheiten einzuimpfen

    Francis Bacon

  15. Ich verlange nicht, dass der Kleinbürger seine Moral aufgibt, ich verlange nur, dass er mir meine lässt.

    José Ortega y Gasset

  16. Es ist eben nichts Seltenes, dass einer seine Ehre für ein Ehrenzeichen verkauft.

    Christian Friedrich Wilhelm Jacobs

  17. Gutmütigkeit ist eine alltägliche Eigenschaft. Güte die höchste Tugend.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  18. Der beste Lehrmeister zur Weisheit und Tugend ist die Liebe.

    Euripides

  19. Wer spezielles Wissen erworben hat, muß einen lebendigen Sinn dafür bekommen, was schön und moralisch gut ist. Sonst gleicht er mehr einem wohlabgerichteten Hund als einem harmonisch entwickelten Gesc …

    Albert Einstein

  20. Immer wenn einer von Ethik spricht, weiß ich, dass er nicht zahlen will.

    Rudolf Virchow