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Sprüche über Tugend

368 Sprüche — Seite 6

Was einen Menschen innerlich ehrt, erschöpft sich nicht in Talent, Erfolg oder Ansehen. Tugend bezeichnet jene geformte Haltung, in der sich Charakter, Maß und sittliche Verlässlichkeit zeigen. Deshalb wirkt dieses Thema zwar alt, berührt aber bis heute die Frage, woran wahre menschliche Größe zu erkennen ist.

Ihr Kern liegt nicht in äußerer Strenge oder Selbstgeißelung, sondern in der beständigen, oft stillen Übung des Guten – besonders dort, wo kein Beifall wartet. Eine tugendhafte Haltung zeigt sich am deutlichsten in kleinen, unbemerkten Entscheidungen und nicht erst auf der großen Bühne.

  1. Vornehmer als angreifen ist standhalten.

    Thomas von Aquin

  2. Die Welt hat allzuwenig Engel, und der Himmel fließt von ihnen über.

    Samuel Taylor Coleridge

  3. Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit.

    Willy Brandt

  4. Die Tugend der Eltern ist eine kostbare Mitgift.

    Horaz

  5. Von Wahrheit will ich nimmer weichen, das soll kein Mann bei mir erreichen

    Ulrich von Hutten

  6. Wie viele brave Männer sind durch Wein und Weib verdorben!

  7. Je weniger jemand ist, je mehr Stolz wird er haben, und je geneigter wird er sein, an anderen Fehler, gute Eigenschaften aber nicht zu bemerken.

    Heinrich von Kleist

  8. Die Moral steckt in kurzen Sprüchen besser, als in langen Reden und Predigten.

    Carl Leberecht Immermann

  9. Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern das gute Leben. "Gut" leben ist soviel wie "edel und gerecht".

    Platon

  10. Im Herzen eines Menschen ruht der Anfang und das Ende aller Dinge

    Leo Tolstoi

  11. Je vornehmer einer ist, desto höflicher behandelt er den Niedrigen.

    Ludwig Börne

  12. Ein Zyniker sieht niemals eine gute Eigenschaft eines Menschen, wohl aber jede schlechte.

    Henry Ward Beecher

  13. Studiere die Menschen, nicht um sie zu überlisten und auszubeuten, sondern um das Gute in ihnen aufzuwecken und in Bewegung zu setzen

    Gottfried Keller

  14. Man soll nie der ersten Gefühlswallung nachgeben, denn sie ist meistens edel, aber unklug.

    Charles de Talleyrand

  15. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen ohne Laster auch keine Tugenden haben.

    Abraham Lincoln

  16. Sage dir immer: ich kann noch so einsam, an allen Orten glücklich sein; denn glücklich ist, wer sich selbst ein glückliches Los bereitet, dies ist gute Gemütsstimmung, gute Neigungen, gute Handl …

    Mark Aurel

  17. Ach der Tugend schöne Werke, gerne möcht ich sie erwischen, doch ich merke, doch ich merke, immer kommt mir was dazwischen

    Wilhelm Busch

  18. Am meisten ist und wahrsten der mein Freund, der warm, nicht heiß, das Gute, das ich habe, und streng nicht, doch genau den Fehl auch sieht.

    Friedrich Gottlieb Klopstock

  19. Sagt eine Dame 'Nein', so bedeutet das 'Vielleicht'; sagt sie 'Vielleicht', dann denkt sie dabei 'Ja', sagt sie 'Ja' - ist sie keine Dame

    Charles de Talleyrand

  20. Alle Untugenden, die gerade modern sind, gelten als Tugenden.

    Jean-Baptiste Molière