Sprüche über Vertrauen
261 Sprüche — Seite 5
Ohne Vertrauen bleibt selbst Nähe unsicher und jedes Miteinander brüchig. Es ist die Bereitschaft, sich dem anderen zu öffnen, ohne völlige Kontrolle zu behalten, und macht damit Beziehungen erst wirklich lebendig. Deshalb gehört dieses Thema zu den kostbarsten und zugleich verletzlichsten Kräften des menschlichen Lebens.
Sein Wert zeigt sich besonders dort, wo Enttäuschung möglich wäre und dennoch Zuversicht gewagt wird. Vertrauen wächst langsam, bewährt sich im Alltag und kann durch Verlässlichkeit stärker werden als durch jedes große Versprechen.
Die Freundschaft lebt vom ungehinderten Gedankenaustausch
— Michel de Montaigne
Sobald du dir vertraust, sobald weisst du zu leben.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das Vertrauen gibt dem Gespräch mehr Stoff als der Geist.
— François de la Rochefoucauld
Ich aber weiß, was wenige Menschen glauben, dass wahre Freundschaft zarter ist als Liebe.
— Platon
Gib dein Herz als eine Krone, gib es einem, der dich liebt, gib es auch nur dem zum Lohne, der dafür das seine gibt.
Zuviel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zuviel Mißtrauen ist immer ein Unglück.
— Johann Nepomuk Nestroy
Die Kraft eines Volkes sollte man nach dem Maß seines Frohsinns messen. Wo Ernst ist, ist auch Sklaverei. Vertraue den Heiteren mehr als den Bedächtigen, sie sind lebensfähiger.
— Carl Ludwig Schleich
Das ist ja die Macht der Liebe, dass sie blind vertraut, und gerade die hohen, stolzen Seelen sind am leichtesten zu täuschen.
— Ludwig Habicht
Mit vielen teile deine Freuden, mit einigen nur Lust und Scherz, mit wenig Edlen deine Leiden, mit Auserwählten nur dein Herz.
Berg und Tal kommen nicht zusammen, aber Menschen.
Selbstvertrauen ist die Quelle des Vertrauens zu anderen.
— François de la Rochefoucauld
Nur Pessimisten schmieden das Eisen, solange es heiß ist. Optimisten vertrauen darauf, dass es nicht erkaltet.
— Kazimierz Bartoszewicz
Große Freundschaft und Geschlecht machen krumme Sachen recht
Gewiss ist es, dass eine einzige Stunde vertraulicher Mitteilung zwei fremde Menschen einander näher bringt als ganze Jahre gewöhnlichen Beisammenlebens.
— Friedrich von Bodenstedt
Vertrauen ist der größte Ansporn, fehlt das, so fehlt alles. All diese Erfindungen zur Vernichtung des Menschengeschlechts finde ich scheußlich.
— Maria Theresia von Österreich
Was uns gewöhnlich hindert, unsere Freunde auf den Grund unseres Herzens blicken zu lassen, ist nicht so sehr Misstrauen gegen sie als gegen uns.
— François de la Rochefoucauld
Lieber Geld verlieren als Vertrauen.
— Robert Bosch
Wahrheit ist das Sprechen einer vertrauten Seele zu einer vertrauten Seele.
— Carl Friedrich Paul Ernst
Die Gutmütigkeit gemeiner Menschen gleich dem Irrlicht. Vertraue nur seinem gleißenden Schein, es führt dich gewiss in den Sumpf.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Wer Gott vertraut, hat wohl nicht auf Sand gebaut.