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Sprüche über Leid

339 Sprüche — Seite 6

Wo Sehnsucht auf Grenzen, Verlust oder Ungerechtigkeit trifft, entsteht Leid in seinen vielen Gestalten. Es kann körperlich, seelisch oder still verborgen sein und gehört doch zu den Erfahrungen, die das Leben am tiefsten prägen. Deshalb ist dieses Thema schwer, aber unentbehrlich für jedes ernste Nachdenken über den Menschen.

Seine Wahrheit liegt darin, dass Leid nicht nur belastet, sondern Mitgefühl, Reife und Fragen nach Sinn hervorbringen kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben Schmerz und Ohnmacht eine Sprache, ohne deren Schwere zu beschönigen.

  1. Willst du glücklich sein? Dann lerne erst leiden.

    Iwan Turgenjew

  2. Verschließe nicht deine Augen vor dem Leiden und lasse dein Bewusstsein nicht für seine Existenz abstumpfen

    Buddha

  3. Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten! Der Kranke leidet nie unter ihr. Die, die leiden, sind die anderen.

  4. Alles Leid ist Einsamkeit, alles Glück Gemeinsamkeit.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  5. Der Humor trägt die Seele über Abgründe hinweg und lehrt sie, mit ihrem eigenen Leid spielen.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  6. Wisset, dass dieses Leben ein Elend ist und keine Seligkeit.

    Ulrich Zwingli

  7. Wenn Du genug gelitten hast, wirst Du Dich an den Punkt bringen, der alles verändert.

  8. Frauen können Not, nicht aber Wohlstand teilen.

  9. Durch Zufall lernten wir uns kennen, doch war es nur für kurze Zeit, durch Schicksal werden wir uns trennen, vielleicht für alle Ewigkeit. Hab Dank für all die Stunden, die ich mit dir verbracht, …

  10. Wenn der Mensch zu seinem Leid von heute nicht immer auch sein Leid von gestern und sein Leid von morgen hinzurechnete, so wäre jedes Schicksal erträglich.

    Rupert Johann Hammerling

  11. Wer sich zum Wurme macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird.

    Immanuel Kant

  12. Meine Sammlung von Lebensweisheiten: Lust und Leid liegen eng beieinander, Grenzüberschreitung kann Lust und Leid bedeuten. Sie lässt dich spüren, dass du lebst.

    Charles John Huffam Dickens

  13. Gebunden führt der Schmerz uns alle durch das Leben. Sanft, wenn wir willig gehn, rauh, wenn wir widerstreben.

    Albrecht von Haller

  14. Kummer unausgesprochen hat schon manches Herz gebrochen. Mit Geschwüren, die man nicht kratzen kann, ist man am allerschlimmsten dran.

  15. Zwischen dem Elend und dem Glücke gähnt eine tiefe Kluft. Die Hoffnung schlägt darüber die Brücke, aber sie hängt in der Luft.

    Heinrich Leuthold

  16. Der Tod bedeutet nichts anderes als Leben in rein geistigen, geläutertem, glückseligem Zustand, Befreiung der Seele vom erdenschweren Leid.

    Rudolf von Tavel

  17. Beten lernt man in Nöten.

  18. Wir Menschen bereiten Schmerz schon bei unserem Eintritt in die Welt, und Jammer, wenn wir sie verlassen, und so ist es unsere Schuldigkeit, in der Zwischenzeit das Leiden zu bekämpfen und Freuden zu …

    Georg Ebers

  19. Wenn dein Leiden sich mehrt, so mehrt sich die Kraft, es zu tragen.

    Johann Kaspar Lavater

  20. Leiden, Irrtum und Widerstandskraft halten das Leben lebendig.

    Gottfried Keller