Sprüche über Leid
339 Sprüche — Seite 8
Wo Sehnsucht auf Grenzen, Verlust oder Ungerechtigkeit trifft, entsteht Leid in seinen vielen Gestalten. Es kann körperlich, seelisch oder still verborgen sein und gehört doch zu den Erfahrungen, die das Leben am tiefsten prägen. Deshalb ist dieses Thema schwer, aber unentbehrlich für jedes ernste Nachdenken über den Menschen.
Seine Wahrheit liegt darin, dass Leid nicht nur belastet, sondern Mitgefühl, Reife und Fragen nach Sinn hervorbringen kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben Schmerz und Ohnmacht eine Sprache, ohne deren Schwere zu beschönigen.
Mein blöder Damon seufzt nur immer, Spricht immer nur von seiner Qual, Will immer wagen, waget nimmer; Er wage doch einmal!
— Johann Wilhelm Ludwig Gleim
Es ist leichter, gemeinsam in Notzeiten zu leben, als bei gutem Leben zusammenzuhalten
Es ist besser, Liebe empfunden und Verlust erlitten zu haben, als niemals geliebt zu haben.
— Alfred Lord Tennyson
Freunde, die uns in der Not nicht verlassen, sind äußerst selten. Sei du einer dieser seltnen Freunde!
— Adolph Freiherr von Knigge
Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine große, segnende Macht gibt.
— Martin Luther King
Wer bescheiden ist, muß dulden, Und wer frech ist, der muß leiden; Also wirst du gleich verschulden, Ob du frech seist, ob bescheiden.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wunderlichstes Buch der Bücher ist das Buch der Liebe! Aufmerksam hab' ichs gelesen: wenig Blätter Freuden, ganze Hefte Leiden!
— Johann Wolfgang von Goethe
Der Mensch ist nicht das, was er geleistet und erlistet hat, sondern das, was er erlitten hat
— Albert Schweitzer
Kurz scheint das Leben dem Glücklichen, doch wer im Elend, dem scheint selbst eine Nacht unendlich lange zu währen.
— Lukian
Lieb und wieder Leid ist verlorene Arbeit.
Das Leid ist das schnellste Pferd zur Vollkommenheit.
— Eckhart von Hochheim
Vom Leid werden wir nur dadurch geheilt, dass wir es in seiner ganzen Tiefe erfahren
— Marcel Proust
Im Krieg verbinden sich die letzten Raffinessen der Wissenschaft mit den Grausamkeiten der Steinzeit
— Winston Churchill
Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids – und ein Quell unendlichen Trostes.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Der menschliche Verstand ist in der Praxis nicht verläßlich, am wenigsten in größter Not.
— Karl Theodor Jaspers
Das Leid ist die Feuerprobe des Christentums.
— Adolph Kolping
Wir sind alle stark genug um zu ertragen was anderen zustößt
— François de la Rochefoucauld
Zwischen Freud und Leid ist die Brücke nicht breit
Alle kleinen und großen Siege im Leben kosten Mühe und Leiden, aber nicht alle Mühen und Leiden führen zum Sieg.
— Rainer Haak
Wir lächeln über das Kind, das den Stuhl schlägt, an dem es sich gestoßen hat, und klagen doch mit einer völlig ähnlichen Philosophie im Alter das Schicksal gegen Leiden an, woran wir selbst Schul …
— Georg Christoph Lichtenberg