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Sprüche über Verlust

451 Sprüche — Seite 15

Nichts macht die Endlichkeit des Lebens so spürbar wie der Verlust. Ob ein Mensch, eine Gewissheit, eine Heimat oder eine Hoffnung schwindet, immer bleibt eine Lücke zurück, die nicht einfach mit Worten geschlossen werden kann. Darum gehört dieses Thema zu den schwersten und zugleich wahrhaftigsten Erfahrungen des Menschseins.

Seine Tiefe liegt darin, dass Verlust nicht nur nimmt, sondern auch den Blick auf das Kostbare schärft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Abschied, Leere und Erinnerung und geben jenem Schmerz Ausdruck, der noch lange nach dem Ereignis weiterwirkt.

  1. Nur Siege und keine Niederlagen kennen ist von Nachteil.

  2. Wir zerstören Millionen Blüten, um ein Schloss zu errichten, dabei ist eine einzige Distelblüte wertvoller als tausend Schlösser.

    Leo Tolstoi

  3. Für Börsenspekulationen ist der Februar einer der gefährlichsten Monate. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Oktober.

    Mark Twain

  4. Recht ist Eigentum, das sich auf die Macht stützt. Mit der Macht wird auch das Recht hinfällig

    Antoine de Rivarol

  5. Lachen kann nicht zurück bringen, was Ärger vertrieben hat.

  6. Wenn man verheiratet ist, ist's aus mit dem Eigenwillen.

    Berthold Auerbach

  7. Was wir ausgaben, hatten wir, was wir verließen, verloren wir, was wir gaben, haben wir.

  8. Die Menschen vergessen eher den Tod des Vaters als den Verlust des väterlichen Erbteils.

    Nicolaus Machiavelli

  9. Nur was wir ersehnen, ist unser Eigentum. Was wir besitzen, haben wir schon verloren.

    Karl Gustav Adolf von Harnack

  10. Wie schnell endlich stürzt unter einem Nachfolger das bodenlose Gebäude zusammen, welches sein größerer Vorgänger zu rasch und prunkend, mehr zu den Zwecken seiner eigenen Phantasie als für die Dauer …

    Johann Georg Adam Forster

  11. Ich denke, dass eine tief in die Seele eingewachsene Empfindung sich niemals verliert, niemals altert.

    Stanislaw Brzozowski

  12. Ein gewöhnlicher Verstand ist wie ein schlechter Jagdhund, der die Fährte eines Gedankens schnell annimmt und schnell wieder verliert.

    Hugo von Hofmannsthal

  13. Die begründete wie die unbegründete Eifersucht vernichtet diejenige Würde, deren die gute Liebe bedarf.

    Gottfried Keller

  14. Einen Wahn verlieren macht weiser als eine Wahrheit finden.

    Ludwig Börne

  15. Es gibt nur ein Problem, das schwieriger ist als Freunde zu gewinnen: sie wieder los zu werden

    Mark Twain

  16. Gott weiß wohl, warum er der Geiß den Schwanz abgehauen hat.

  17. Wer Gott finden will, muss sich selbst verlieren.

  18. Wer fremden Hund anbindet, gewinnt nichts als den Strick.

  19. So kriegte die Katze den Speck nicht.

  20. Sieh dich vor, dass der Sinn für das Große dir nicht abhanden kommt, ehe du es gewahr wirst.

    Friedrich von Schlegel