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Sprüche über Verlust

451 Sprüche — Seite 5

Nichts macht die Endlichkeit des Lebens so spürbar wie der Verlust. Ob ein Mensch, eine Gewissheit, eine Heimat oder eine Hoffnung schwindet, immer bleibt eine Lücke zurück, die nicht einfach mit Worten geschlossen werden kann. Darum gehört dieses Thema zu den schwersten und zugleich wahrhaftigsten Erfahrungen des Menschseins.

Seine Tiefe liegt darin, dass Verlust nicht nur nimmt, sondern auch den Blick auf das Kostbare schärft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Abschied, Leere und Erinnerung und geben jenem Schmerz Ausdruck, der noch lange nach dem Ereignis weiterwirkt.

  1. Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen.

    William Shakespeare

  2. Verlieren kann die Ehre nur, wer keine hat.

    Publius Syrus

  3. Die Liebe kann, wie das Feuer, nicht ohne ständigen Antrieb bestehen; sie hört auf zu leben, sobald sie aufhört zu hoffen oder zu fürchten.

    François de la Rochefoucauld

  4. Das Geld wird abgeschafft. Ich kenn´ schon einen, der nichts mehr hat.

    Karl Marx

  5. Wahre Liebe beginnt erst nach dem Verlust sämtlicher Illusionen und zaubert doch neue hervor.

    Martin Kessel

  6. Wer gewinnen kann, ist Sieger über andere. Wer verlieren kann, ist Sieger über sich selbst.

    Rainer Haak

  7. Wollt ihr die Unterschiede vernichten, hütet euch, daß ihr nicht das Leben tötet.

    Leopold von Ranke

  8. Der größte Verlust für das Leben ist das Hinausschieben.

    Seneca

  9. Ein Freund ist schwer zu finden und leicht zu verlieren.

  10. Manches Vergnügen besteht darin, dass man mit Vergnügen darauf verzichtet.

    Peter Rosegger

  11. Der Appetit kommt beim Essen; der Durst schwindet beim Trinken.

    Francois Rabelais

  12. Wenn die Gemeinheit Genie hat und der Anstand Talent, ist der Anstand verloren.

    Emil Gött

  13. Übel gewonnen - übel zerronnen.

  14. Der Egoismus stellt sich als bester Freund vor und verscheucht dir alle Freunde.

    Eleonore van der Straten-Sternberg

  15. Was die Schelme nicht stehlen, das verderben die Narren.

    Annette von Droste-Hülshoff

  16. Zerstören geht schnell, aber das Bauen langsam.

  17. Die Gesundheit ist wie das Salz: Man bemerkt nur, wenn es fehlt.

  18. Auf das Schöne, das keine Freude bringt, verzichte ich gern und verachte auch seine törichten Anbeter.

    Epikur

  19. Schon manche Liebe ging zugrunde an ihrer Heftigkeit; an ihrer Innigkeit noch keine.

    Otto Weiss

  20. Wehe der Liebe, die an den Blicken der Menschen stirbt.

    Frank Wedekind