Sprüche über Verlust
451 Sprüche — Seite 6
Nichts macht die Endlichkeit des Lebens so spürbar wie der Verlust. Ob ein Mensch, eine Gewissheit, eine Heimat oder eine Hoffnung schwindet, immer bleibt eine Lücke zurück, die nicht einfach mit Worten geschlossen werden kann. Darum gehört dieses Thema zu den schwersten und zugleich wahrhaftigsten Erfahrungen des Menschseins.
Seine Tiefe liegt darin, dass Verlust nicht nur nimmt, sondern auch den Blick auf das Kostbare schärft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Abschied, Leere und Erinnerung und geben jenem Schmerz Ausdruck, der noch lange nach dem Ereignis weiterwirkt.
Man ist nie so sehr bei sich, als wenn man sich verliert.
— Robert Musil
Wenn der Sünder seine Ehre verliert, so schleudert er ihr in seiner Verzweiflung nur zu oft die ganzen Überreste seiner Tugend nach.
— Thomas Babington Macaulay
Macht korrumpiert nicht. Furcht korrumpiert, vielleicht die Furcht vor dem Machtverlust.
— John Steinbeck
Die Leidenschaften vernichten das Beste und die Besten.
— Heinrich Laube
Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück.
— Theodor Fontane
Enttäuschungen sollte man verbrennen und nicht einbalsamieren
— Mark Twain
Alles Lernen ist nicht einen Heller wert, wenn Mut und Freude dabei verlorengehen
— Johann Heinrich Pestalozzi
Wahrheit und wahrhaftiger Frieden bleiben auf der Strecke, niemand nimmt diese Werte mehr ernst.
— Dalai Lama
Was der Mensch auch gewinnt, er muss es teuer bezahlen, wär es auch nur mit der Furcht, ob er's nicht wieder verliert.
— Christian Friedrich Hebbel
Das Erste, was im Krieg auf der Strecke bleibt, ist die Wahrheit.
— Samuel Johnson
Ein guter Name geht in Augenblicken verloren; ein schlechter wird in Jahren nicht zu einem guten.
— Jeremias Gotthelf
Männer und Frauen, die zu viel geliebt worden sind, verlieren oft die Fähigkeit, selber zu lieben.
— Otto von Leixner
Während der Tiger nicht aufhören kann, Tiger zu sein, sich nicht enttigern kann, lebt der Mensch in ständiger Gefahr, sich zu entmenschlichen.
— José Ortega y Gasset
Der Blick des Verstandes fängt an scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.
— Platon
Auch eine nur leicht inflationäre Entwicklung ist so etwas wie eine entschädigungslose Enteignung zugunsten der Öffentlichen Hand
— Ludwig Erhard
Es gleicht, wer jedem zu raten, statt einem zu helfen, wählt, einer tüchtig sausenden Mühle, der es an Steinen fehlt.
— Christian Friedrich Hebbel
Das Vermögen, das du benutzt, geht zu Ende. Wissen, wenn du es benutzt, vermehrt sich.
Wehe der Liebe, die an den Blicken der Menschen stirbt.
— Frank Wedekind
Lieber Geld verlieren als Vertrauen.
— Robert Bosch
Manch schöne Frau hat das Welken männlicher Liebe durch Ihre Kunst, pikante Leckerbissen herzustellen, zu verhindern gewusst.
— Guy de Maupassant