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Sprüche über Verlust

451 Sprüche — Seite 6

Nichts macht die Endlichkeit des Lebens so spürbar wie der Verlust. Ob ein Mensch, eine Gewissheit, eine Heimat oder eine Hoffnung schwindet, immer bleibt eine Lücke zurück, die nicht einfach mit Worten geschlossen werden kann. Darum gehört dieses Thema zu den schwersten und zugleich wahrhaftigsten Erfahrungen des Menschseins.

Seine Tiefe liegt darin, dass Verlust nicht nur nimmt, sondern auch den Blick auf das Kostbare schärft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Abschied, Leere und Erinnerung und geben jenem Schmerz Ausdruck, der noch lange nach dem Ereignis weiterwirkt.

  1. Man ist nie so sehr bei sich, als wenn man sich verliert.

    Robert Musil

  2. Wenn der Sünder seine Ehre verliert, so schleudert er ihr in seiner Verzweiflung nur zu oft die ganzen Überreste seiner Tugend nach.

    Thomas Babington Macaulay

  3. Macht korrumpiert nicht. Furcht korrumpiert, vielleicht die Furcht vor dem Machtverlust.

    John Steinbeck

  4. Die Leidenschaften vernichten das Beste und die Besten.

    Heinrich Laube

  5. Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück.

    Theodor Fontane

  6. Enttäuschungen sollte man verbrennen und nicht einbalsamieren

    Mark Twain

  7. Alles Lernen ist nicht einen Heller wert, wenn Mut und Freude dabei verlorengehen

    Johann Heinrich Pestalozzi

  8. Wahrheit und wahrhaftiger Frieden bleiben auf der Strecke, niemand nimmt diese Werte mehr ernst.

    Dalai Lama

  9. Was der Mensch auch gewinnt, er muss es teuer bezahlen, wär es auch nur mit der Furcht, ob er's nicht wieder verliert.

    Christian Friedrich Hebbel

  10. Das Erste, was im Krieg auf der Strecke bleibt, ist die Wahrheit.

    Samuel Johnson

  11. Ein guter Name geht in Augenblicken verloren; ein schlechter wird in Jahren nicht zu einem guten.

    Jeremias Gotthelf

  12. Männer und Frauen, die zu viel geliebt worden sind, verlieren oft die Fähigkeit, selber zu lieben.

    Otto von Leixner

  13. Während der Tiger nicht aufhören kann, Tiger zu sein, sich nicht enttigern kann, lebt der Mensch in ständiger Gefahr, sich zu entmenschlichen.

    José Ortega y Gasset

  14. Der Blick des Verstandes fängt an scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.

    Platon

  15. Auch eine nur leicht inflationäre Entwicklung ist so etwas wie eine entschädigungslose Enteignung zugunsten der Öffentlichen Hand

    Ludwig Erhard

  16. Es gleicht, wer jedem zu raten, statt einem zu helfen, wählt, einer tüchtig sausenden Mühle, der es an Steinen fehlt.

    Christian Friedrich Hebbel

  17. Das Vermögen, das du benutzt, geht zu Ende. Wissen, wenn du es benutzt, vermehrt sich.

  18. Wehe der Liebe, die an den Blicken der Menschen stirbt.

    Frank Wedekind

  19. Lieber Geld verlieren als Vertrauen.

    Robert Bosch

  20. Manch schöne Frau hat das Welken männlicher Liebe durch Ihre Kunst, pikante Leckerbissen herzustellen, zu verhindern gewusst.

    Guy de Maupassant