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Sprüche über Verlust

451 Sprüche — Seite 20

Nichts macht die Endlichkeit des Lebens so spürbar wie der Verlust. Ob ein Mensch, eine Gewissheit, eine Heimat oder eine Hoffnung schwindet, immer bleibt eine Lücke zurück, die nicht einfach mit Worten geschlossen werden kann. Darum gehört dieses Thema zu den schwersten und zugleich wahrhaftigsten Erfahrungen des Menschseins.

Seine Tiefe liegt darin, dass Verlust nicht nur nimmt, sondern auch den Blick auf das Kostbare schärft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Abschied, Leere und Erinnerung und geben jenem Schmerz Ausdruck, der noch lange nach dem Ereignis weiterwirkt.

  1. Alles auf einmal tun zu wollen zerstört alles auf einmal.

    Georg Christoph Lichtenberg

  2. Das Glück gleicht oft den reichen, verschenderischen Frauen, welche die Häuser ruinieren, denen sie eine große Mitgift zugebracht haben.

    Nicolas Chamfort

  3. Frauen betrauern einen Verlust - Männer erinnern sich.

    Tacitus

  4. Nackt ward ich zur Welt geboren, nackt scharrt man in's Grab mich ein: Also hab' ich durch mein Sein nichts gewonnen, nichts verloren.

    Aloys Blumauer

  5. Drücke den Pfeil zu schnell nicht ab, der nimmer wiederkehrt. Glück zu zerstören ist leicht, wiederzugeben schwer.

    Johann Gottfried Herder

  6. Nichts ist verloren, wo der Same des Guten bleibt

    Johann Georg Adam Forster

  7. Nichts wird uns mehr den Frieden rauben, als: Aberglauben

    Heinrich Martin

  8. Die Natur besiegen zu können, ist ein intellektueller Trugschluss. Besiegen setzt bekämpfen und vernichten voraus.

    Else Pannek

  9. Wir wurden nicht aus dem Paradies vertrieben. Es war umgekehrt, wir haben das Paradies vertrieben.

    Else Pannek

  10. Habgier zerstört den Gierigen, Habgier und Macht haben größere Dimensionen.

    Else Pannek

  11. Ein Tor erkennt, was er in Händen hält, als trefflich erst, wenn es verloren ist.

    Sophokles

  12. Man verliert sein Herz an so vieles, da kann man es auch einmal an etwas gewinnen

    Peter Altenberg

  13. Die Hoffnung aufgeben bedeutet, nach der Gegenwart auch die Zukunft preisgeben.

    Pearl S. Buck

  14. Die Zeit ist schnell, noch schneller ist das Schicksal. Wer feig des einen Tages Glück versäumt, er holt’s nicht ein, und wenn ihn Blitze trügen

    Theodor Körner

  15. Die Liebe zu verlieren ist der einzige Verlust, den wir in diesem Leben fürchten müssen

  16. Man stattet den Dank eigentlich deshalb ab, um die Dankbarkeit loszuwerden.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  17. Mit jeder untergehenden Monarchie verdunkelt sich der Himmel, denn er verliert einen Stern. Republik, das ist freigesetzte Scheußlichkeit

    Anatole France

  18. Ohne Fantasie hätte die Menschheit den Mut zum Weiterexistieren längst verloren.

    Christian Morgenstern

  19. Wer reich wird, wird ärmer, denn er verliert viele Wünsche.

    Wilhelm Raabe

  20. Wer Glück will muss erwerben, was ihm kein Schicksalsschlag entreißen kann.

    Augustinus