Sprüche über Verlust
469 Sprüche — Seite 20
Eine vollkommene Ordnung wäre der Ruin allen Fortschritts und Vergnügens.
— Robert Musil
Wenn Du ein Kind verlierst, erleidest Du viele Verluste: Du verlierst ein Stück von Dir, Du verlierst eine Illusion, Deinen Lebenssinn und Deine Lebensvorhersehbarkeit. Die Ordnung Deines Universum …
Wer eine neue wissenschaftliche Wahrheit entdeckt, musste vorher fast alles, was er getan hatte, zerstören.
— José Ortega y Gasset
Manche Leute haben nichts weiter von ihrem Vermögen, als die Furcht es zu verlieren.
— Antoine de Rivarol
Die Welt ist rauh und dumpf geworden; die Stimm entfiel ihr nach und nach, die einst in tönenden Akorden zum offnen Ohr des Menschen sprach.
— Friedrich Rückert
Ich hatte Angst, dich zu verlieren. Als ich mich traute, dir das zu sagen, hörtest du mir zu, und wir gewannen einander neu.
Ein Bauer ohne Land ist wie ein Literat ohne Bücher
Tee, Kaffee und Leckerli bringen den Bürger ums Äckerli.
Auch wenn man seine Frau nicht liebte, glaubt man, bei der Scheidung ein kleines Vermögen verloren zu haben.
Wo eine Frau am Ort, da ist die Ruhe fort.
Ohne Gelegenheit ist die Hand des Starken in Fesseln; nützet dem Löwen die Kraft, dem man die Klaue geraubt?
— Johann Gottfried Herder
In deiner Zelle erlangst du wieder, was du draußen häufig verlierst
— Thomas à Kempis
Deine Freunde sind jung, es wird dir mit ihnen ergehen, wie mit den Früchten dem Baum: Reifen sie, fallen sie ab!
— Christian Friedrich Hebbel
Eine einzige offenkundige Lüge des Lehrers gegen seinen Zögling kann den ganzen Ertrag der Erziehung zunichte machen.
— Jean-Jacques Rousseau
Wer sich beständig ausschlussweise mit den Büchern beschäftigt, ist für das praktische Leben schon halb verloren.
— Johann Gottfried Seume
Nur die Künstler verderben die Kunst.
— Franz Grillparzer
Eine Fähigkeit, die nicht täglich zunimmt, geht täglich ein Stück zurück.
Wie viel geht nicht vielen auf so langem Weg verloren: Gesundheit, Kräfte, selbst die Neigung und die Fähigkeit, Einfaches zu genießen.
— Alexander von Villers
Alles auf einmal tun zu wollen zerstört alles auf einmal.
— Georg Christoph Lichtenberg
Das Glück gleicht oft den reichen, verschenderischen Frauen, welche die Häuser ruinieren, denen sie eine große Mitgift zugebracht haben.
— Nicolas Chamfort