Sprüche über Verlust
451 Sprüche — Seite 7
Nichts macht die Endlichkeit des Lebens so spürbar wie der Verlust. Ob ein Mensch, eine Gewissheit, eine Heimat oder eine Hoffnung schwindet, immer bleibt eine Lücke zurück, die nicht einfach mit Worten geschlossen werden kann. Darum gehört dieses Thema zu den schwersten und zugleich wahrhaftigsten Erfahrungen des Menschseins.
Seine Tiefe liegt darin, dass Verlust nicht nur nimmt, sondern auch den Blick auf das Kostbare schärft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Abschied, Leere und Erinnerung und geben jenem Schmerz Ausdruck, der noch lange nach dem Ereignis weiterwirkt.
Manche Menschen gehen mit dem Geld um, als müsste es vernichtet werden.
— Else Pannek
Der, der angreift, verliert.
Man ist nie so sehr bei sich, als wenn man sich verliert.
— Robert Musil
Kraft erschöpft sich — du spürst es, wenn du sie verbraucht.
— Else Pannek
Wer sich weigert, eine einmalige Gelegenheit wahrzunehmen, verliert den Preis so sicher als ob er gescheitert wäre
— William James
Wenn der Sünder seine Ehre verliert, so schleudert er ihr in seiner Verzweiflung nur zu oft die ganzen Überreste seiner Tugend nach.
— Thomas Babington Macaulay
Nicht einmal ein Narr verkauft mit Verlust, um den Leuten zu gefallen.
Alles Lernen ist nicht einen Heller wert, wenn Mut und Freude dabei verlorengehen
— Johann Heinrich Pestalozzi
Wer von der Bausucht befallen wurde, braucht keinen anderen Gegner, um sich zugrunde zu richten.
Wenn man auch allen Sonnenschein wegstreicht, so gibt es doch noch den Mond und die hübschen Sterne und die Lampe am Winterabend. Es ist so viel schönes Licht in der Welt.
— Wilhelm Raabe
Lieber Geld verlieren als Vertrauen.
— Robert Bosch
Manch schöne Frau hat das Welken männlicher Liebe durch Ihre Kunst, pikante Leckerbissen herzustellen, zu verhindern gewusst.
— Guy de Maupassant
Enttäuschungen sollte man verbrennen und nicht einbalsamieren
— Mark Twain
Wir verbringen so viel Zeit mit Dingen, die dringend sind, so dass keine mehr übrig ist für Dinge, die wichtig sind.
— Henry Ward Beecher
Willst du etwas los sein, leihe es einem guten Freund.
— Titus Maccius Plautus
Macht korrumpiert nicht. Furcht korrumpiert, vielleicht die Furcht vor dem Machtverlust.
— John Steinbeck
Die Leidenschaften vernichten das Beste und die Besten.
— Heinrich Laube
Wenn die Gesellschaft so fortfährt, wird in zweitausend Jahren nichts mehr da sein, kein Grashalm, kein Baum; sie wird die Natur aufgefressen haben.
— Gustave Flaubert
Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück.
— Theodor Fontane
Das Schicksal kann Reichtümer, doch nicht den Geist rauben.
— Seneca