Sprüche über Verlust
451 Sprüche — Seite 3
Nichts macht die Endlichkeit des Lebens so spürbar wie der Verlust. Ob ein Mensch, eine Gewissheit, eine Heimat oder eine Hoffnung schwindet, immer bleibt eine Lücke zurück, die nicht einfach mit Worten geschlossen werden kann. Darum gehört dieses Thema zu den schwersten und zugleich wahrhaftigsten Erfahrungen des Menschseins.
Seine Tiefe liegt darin, dass Verlust nicht nur nimmt, sondern auch den Blick auf das Kostbare schärft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Abschied, Leere und Erinnerung und geben jenem Schmerz Ausdruck, der noch lange nach dem Ereignis weiterwirkt.
Im Kriege verlieren alle, auch die Sieger
Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.
— Gustav Walter Heinemann
Man wird in der Regel keinen Freund dadurch verlieren, dass man ihm ein Darlehn abschlägt, aber sehr leicht dadurch, dass man es ihm gibt
— Arthur Schopenhauer
Wer einmal sich selbst gefunden hat, der kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren.
— Stefan Zweig
Man muss nie verzweifeln, wenn einem etwas verlorengeht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück. Es kommt alles noch viel herrlicher wieder.
— Rainer Maria Rilke
Nimm dir Zeit für deine Freunde, sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde
Wer sich selbst bemitleidet, verliert das Mitleid der anderen
Das Vertrauen ist eine zarte Pflanze. Ist es zerstört, so kommt es sobald nicht wieder.
— Otto von Bismarck
Trenne dich nie von deinen Illusionen! Sind sie verschwunden, so magst du noch existieren, aber du hast aufgehört zu leben.
— Mark Twain
Ein an die Macht gekommener Freund ist ein verlorener Freund.
— Henry Adams
Es ist fast immer der Fehler des Liebenden, es nicht zu bemerken, wenn man aufhört, ihn zu lieben.
— François de la Rochefoucauld
Der Schlaf ist ein Dieb, der uns die Hälfte unseres Lebens stiehlt.
Adam verlor das Paradies nur deshalb, weil es ihm geschenkt wurde.
— Christian Friedrich Hebbel
Vielleicht müssen wir alle ein wenig ärmer werden, damit wir reicher werden.
— Horaz
Gerechtigkeit ist die feste Absicht, jedem zu geben, was ihm von Rechts wegen zukommt; Ungerechtigkeit hingegen ist es, jemandem im Namen des Rechts etwas wegzunehmen, was ihm bei richtiger Auslegun …
— Baruch de Spinoza
Satire ist Humor, der die Geduld verloren hat.
— Kurt Tucholsky
Ein Mensch kann sich durch seine Zunge zerstören.
Du bist ins Leere entschwunden, aber im Blau des Himmels hast du eine unfassbare Spur zurückgelassen, im Wehen des Windes unter Schatten ein unsichtbares Bild.
— Rabindranath Tagore
Was die Ebbe nimmt, bringt die Flut wieder.
Verzicht auf Denken ist geistige Bankrotterklärung.
— Albert Schweitzer