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Dezember Sprüche

1901 Sprüche — Seite 47

  1. Die Liebe ist das große Feuer, das Leben unseres Lebens, die Triebkraft des Seins.

    Theresa Keiter

  2. Der Ausdruck wahrer Begeisterung, höchsten Entzückens eines liebenden Herzens, ist die Träne, die wie ein Lichtfunke aus flammendem Auge niederfällt.

    Heinrich Martin

  3. In der Liebe gibt es die meisten Fälle, wo auch die feinste Selbstbeherrschung einen Moment von Durchsichtigkeit hat.

    Heinrich Martin

  4. Wahre Liebe ist konsequent; sie liebt selbst den Hass seiner Verfehlungen wegen.

    Heinrich Martin

  5. Koketterie in der Liebe ist ein Grillenspiel des Herzens mit verschrobenen Sinnen.

    Heinrich Martin

  6. Das Sinnenfeuer der Liebe ist das ansteckendste.

    Heinrich Martin

  7. Ist das gegenseitige Erkennen in der Liebe nicht oft auch der Verlust der Liebe?

    Heinrich Martin

  8. Die Liebe existierte nie, wär' uns versagt die Phantasie.

  9. Die Liebe hat all' meinen Missmut vertrieben, denn Liebe weckt Leben – und leben heißt lieben.

    Heinrich Martin

  10. Was dir das Leben auch an Rätseln zeigt, die Liebe ist's, die alle übersteigt.

    Heinrich Martin

  11. Das Reich Gottes ist weder Schwärmen noch schöngeistiges Genießen, sondern Wirken in Liebe und Weisheit, in Schönheit und Güte.

    Friedrich Lienhard

  12. Man redet heute so viel von Liebe. Nachdem die Reiche dieser Welt in Hass untergegangen, sucht jeder nach dem verlorenen Kleinod, jeder jagt nach einer andern Seite, und was er findet, bringt er heim, …

    Maria Waser

  13. Die Liebe ist ein Himmelstropfen, herabgeflossen in den Kelch des Lebens, um die Bitterkeit seines Inhalts zu mildern.

    John Wilmot, Earl of Rochester

  14. Die Eitelkeit stürzt mehr Frauen in den Abgrund als die Liebe.

    Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)

  15. Die Liebe schwankender Charaktere wird erst durch Eifersucht zu einer starken Empfindung.

    Walter Calé

  16. Von zwei Liebesleuten weiß immer einer nicht, was der andere denkt, das ist der Partner, der liebt.

    Alfred Capus

  17. Stark ist der Trotz – doch wundervoll, viel stärker ist der Liebe Macht.

    Felix Dahn

  18. Die echte Liebe verzeiht auch dann, wenn das Herz selbst tödlich getroffen ist.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  19. Nur wo Liebe ist, wohnt der Frieden

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  20. Liebe ist ein Ozean von Emotionen - eingeengt von Küsten, die Ausgaben heißen.

    Lord Thomas R. Dewar

  21. Wenn es Weihnachten flockt auf allen Wegen, das bringt den Feldern Segen. (24. Dez.)

  22. Den Vorsätzen, den guten alten, denen bleiben wir stets treu, wir woll'n sie gerne behalten, sie sind ja noch wie neu!

  23. Du heilest allen Schaden, hilfst mir aus der Gefahr, Du siehst mich an in Gnaden, auch in dem neuen Jahr.

  24. Johannis tut dem Winter wieder die Türe auf. (24. Juni)

  25. Hitze an St. Dominicus - ein strenger Winter kommen muss. (04. August)

  26. Gibt's im August keine Garben, wird man im Winter darben.

  27. Ist der September lind, ist der Winter ein Kind.

  28. Regen an Dionys, viel Regen und Schnee im Winter gewiß. (09. Okt.)

  29. Wenn Simon und Judas sind vorbei, ist der Weg zum Winter frei. (28. Okt.)

  30. Schneit's im Oktober gleich, dann wird der Winter weich.

  31. Oktobergewitter sagen beständig, der kommende Winter sei wetterwendig.

  32. St. Klemens uns den Winter bringt.

  33. Blühen im November die Bäume neu, hält der Winter bis zum Mai.

  34. Hat Martin einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart. (11. Nov.)

  35. Ziehen die Spinnen ins Gemach, kommt gleich der Winter nach.

  36. Läßt der November viel Füchse bellen, wird der Winter viel Schnee bestellen.

  37. An St. Vinzent da hat der Winter noch kein End. (22. Jan.)

  38. Am Tage Pauli Bekehr, der halbt Winter hin, der halbe Winter her. (25. Jan.)

  39. Bei Donner im Winter ist viel Kälte dahinter.

  40. St. Blasius ist auf Trab und stößt dem Winter die Hörner ab. (03. Feb.)